Der Sportverein Hakoah steht für Tradition und Erfolg

Auf 20.000 Quadratmetern werden sämtliche Sportarten angeboten.
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  • Auf 20.000 Quadratmetern werden sämtliche Sportarten angeboten.
  • Foto: Anna Blau/Hakoah
  • hochgeladen von Tobias Natter

LEOPOLDSTADT. In seiner Blütezeit brachte Hakoah einige berühmte Sportpersönlichkeiten hervor. Bei den Europameisterschaften 1928 platzierten sich die Schwimmerinnen Hedy Bienenfeld-Wertheimer und Idy Kohn in den Medaillenrängen. Der Ringer Micki Hirschl gewann bei den Olympischen Spielen 1932 zwei Bronze-Medaillen. Ein berühmter Fußballer war Béla Guttmann. Seine Laufbahn brachte ihn bis auf die große europäische Fußballbühne. Als Trainer verbuchte er seine wichtigsten Erfolge: Mit Benfica Lissabon gewann er 1961 und 1962 den Europapokal der Landesmeister.

"Der SC Hakoah ist auch heute noch vor allem für seine ehemalige Fußballmannschaft berühmt", so der Präsident des Vereins Paul Haber, der 1964 für Hakoah Staatsmeister im Schwimmen wurde.

Fußball-Pioniere

Das Fußballteam war in den 20er-Jahren berühmt für seine Tourneen. "Vor allem in Osteuropa, in Polen, in der Ukraine, also dort, wo viele Juden gelebt haben. Ihr Ruf war hervorragend: In vielen Orten wurden Fußballvereine gegründet, die sie sich dann auch Hakoah nannten."

Abgesehen davon war Hakoah 1924/1925 österreichischer Meister und die erste kontinental-#+europäische Mannschaft, die ein englisches Team auf englischem Boden besiegen konnte. "Das war ein Sensationsereignis, eine Pionierleistung. West Ham United wurde 5:0 geschlagen", sagt Haber. Darüber hinaus ist die Fußballmannschaft der Hakoah als erster europäischer Verein in den USA auf Tour gegangen. Mit dem Ergebnis, dass neun Spieler – mit Profiverträgen ausgestattet – im Land der unbegrenzten Möglichkeiten blieben.

Im Ringen, Schwimmen, Boxen oder Tennis stellte der Verein in den 20er und 30er Jahren österreichische Meister. "Hakoah war immer schon ein Allround-Sportclub. Vor dem Krieg war der Verein einer der größten, wenn nicht der größte Sportclub der Welt. Nach dem Krieg war Hakoah aber vor allem eines: soziales Zentrum und Ersatzfamilie für einsame oder desillusionierte Wiener Juden."

Bewegte Geschichte

1922 bekam der Club den Sportplatz in der Leopoldstadt. Gleich neben dem Ernst-Happel-Stadion und damit genau dort, wo heute das Sportzentrum steht, das 2008 eröffnet wurde. Allerdings war der damalige Platz um zwei Drittel größer als heute. Wenn die Fußballmannschaft spielte, kamen über 20.000 Zuseher. "Damals hatte der Verein so viele Mitglieder wie heute die gesamte jüdische Kultusgemeinde in Wien. 6.000 waren das in den 30er-Jahren. Heute hat der Verein 400 Mitglieder. 1939 wurde uns dieser Platz vom NS-Regime genommen, und der Verein löste sich 1940 endgültig auf."

Paul Habers Vater kümmerte sich ab 1946 um die Neugründung des Vereins. Trotz jüdischer Wurzeln steht der Sportclub allen Menschen, ungeachtet ihrer religiösen Ausrichtung, offen. Die ganze Geschichte des Vereins gibt’s auf der Homepage.

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