Der Wiener Prater

Riesenrad
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Der Name "Prater" reicht ins 12. Jahrhundert zurück. Der Babenberger Herzog Friedrich I. hat im Jahr 1162 die Grundstücke der Donauauen dem Adeligen Conrad de Prato geschenkt. Die Familie de Prato nannte sich später Prater, was dieser Gegend den Namen gab.

Im Gebiet des Praters gab es viele Eigentümer, darunter auch Klöster. Im Jahre 1560 bemühte sich der spätere Kaiser Maximilian II. viele dieser Gründe zu erwerben, um ein umzäuntes Jagdrevier anlegen zu können. Jagden fanden im Prater übrigens bis 1920. Da sich immer wieder Wilderer im Prater herumtrieben, wurde das Betreten von Rudolf II. unter Strafe gestellt. Da dieses Verbot kaum befolgt wurde, wurden Wächter und Aufseher eingesetzt. Hans Pengel war als Oberwächter von Rudolf II. um 1600 bekannt. Da dieser ein sehr grobes und strenges Auftreten hatte, ist auf ihn der heutige "Bengel" zurückzuführen.

Am 7. April 1766 schließlich gab Kaiser Joseph II. den Prater zur allgemeinen Benutzung frei. Im Jahre 1774 verschwanden auch die Gitter die das Gelände umgaben. Joseph II. genehmigte auch die Ansiedlung von Kaffeesiedern und Wirten, was der Grundstein zur Entstehung des Wurstelpraters war.

Mitte des 19. Jahrhunderts fanden alljährlich am 1. Mai die kaiserlich-königlichen Praterfahrten statt, die zu einem der wichtigsten inoffiziellen Feste für das Kaiserhaus, den Hoch- und Kleinadel und das Volk avancierten. Überhaupt gehörte ein sonntäglicher Ausflug in den Prater einfach dazu.

Anlässlich der Weltausstellung im Jahre 1873 wurde im Prater ein großes Gelände mit Ausstellungshallen angelegt und im Zentrum die Rotunde gebaut. Dieses Bauwerk überbot sogar das 118–125 n. Chr. erbaute Pantheon in Rom mit zu ihrer Zeit mit Abstand größten Kuppel der Welt. Der anfangs von Architekten abgelehnte Bau fand bei den Besuchern begeisterten Anklang. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Rotunde zum Wiener Wahrzeichen und beherbergte Festveranstaltungen, Zirkusvorführungen und große Ausstellungen.

Im Jahre 1937 fiel die Rotunde der größten Brandkatastrophen Wiens zum Ofer. Abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden vernichtete dieser Brand eine der bedeutendsten Kulturstätte der Stadt Wien.

Damals wie heute zählt der Wiener Prater zu den beliebtestet innerstädtischen Ausflugszielen der Wiener aber auch der vielen Touristen.

Wenn Ihnen meine Arbeiten gefallen, würde ich mich über Ihren Besuch meines Webauftrittes unter http://www.objektivgesehen.webnode.at sehr freuen.

Meine besten Arbeiten stehen unter http://www.fotocommunity.de/fotograf/alex-bartek/1855318 zur öffentlichen Diskussion.

Wo: Wiener Prater, Prater 1, 1020 Wien auf Karte anzeigen
Autor:

Alexander Bartek aus Ottakring

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