Belastete Straßennamen
Ferry-Dusika-Stadion und Oswald-Thomas-Platz erhalten Zusatztafeln

Belastete Straßennamen: Neben dem Ferry-Dusika-Stadion soll auch der Oswald-Thomas-Platz eine Zusatztafel bekommen.
  • Belastete Straßennamen: Neben dem Ferry-Dusika-Stadion soll auch der Oswald-Thomas-Platz eine Zusatztafel bekommen.
  • Foto: Wolfgang Unger
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Ferry-Dusika-Stadion und Oswald-Thomas-Platz:  Um auf die kritikwürdigen Haltungen oder Taten der Namensgeber hinzuweisen, sollen noch heuer Zusatztafeln angebracht werden.

WIEN/LEOPOLDSTADT. 178 Wiener Straßennamen wurden vom Team um Historiker Oliver Rathkolb als "belastet" eingestuft. Laut Nachforschungen vertraten deren Namensgeber antidemokratische oder antisemitische Werte. Zwei der Straßenschilder befinden sich in der Leopoldstadt.  

Um auf die kritikwürdigen Haltungen oder Taten der Namensgeber hinzuweisen, sollen bei allen 178 Schildern – darunter das Ferry-Dusika-Stadion und der Oswald-Thomas-Platz – Zusatztafeln angebracht werden. 28 gibt es bereits.

Zwei Zusatztafeln für den 2. Bezirk

Laut Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (parteilos) sollen die 150 restlichen Tafeln noch heuer angebracht werden. In der Leopoldstadt soll es Zusatztafeln am Ferry-Dusika-Stadion in der Engerthstraße und am Oswald-Thomas-Platz geben:

  • Ferry-Dusika-Stadion

Franz „Ferry“ Dusika (1908-1984)  war ein österreichischer Radrennfahrer und zehnfacher nationaler Meister im Radsport. In Kritik geriet Dusika aber wegen anderer Tätigkeiten.

Der Namensgeber des  Ferry-Dusika-Stadion war NSDAP- und SA-Mitglied und verbreitete in der Radsportzeitschrift "Österreichischer Radsport" nationalsozialistisches und antisemitisches Gedankengut. Zudem erhielt er 1939 von der "Vermögens‐Verkehrsstelle" die Genehmigung zur "Übernahme" des Geschäftes von einem Juden, Fahrradhändler Abraham Adolf Blum.

  • Oswald-Thomas-Platz

Oswald Thomas (1882-1963) war Astronom und Universitätsprofessor in Wien. Er engagierte sich auch in der Erwachsenen- und Weiterbildung. 1924 gründete Thomas den österreichischen Astroverein und setzte trotz Wirtschaftskrise den Bau des Wiener Planetariums durch.

Als "historisch belastet" wurde der Oswald-Thomas-Platz aufgrund der zahlreicher Mitgliedschaften des Namensgebers eingestuft. Thomas war etwa während der Zeit des Ständestaats und des Nationalsozialismus Mitglied der Vaterländischen Front. Zudem war er Teil des Nationalsozialistischer-Altherrenbund "Jena", des Nationalsozialistischen Lehrerbunds, der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt, dem Reichsluftschutzbund und des Befreiungsscheins der Reichsschrifttumskammer).

Des Weiteren war der Astronom Anwärter der NSDAP und stellte einen Antrag um Aufnahme in den Nationalsozialistischen-Dozentenbund. Letzterer wurde aber wegen seiner ehemaligen Zugehörigkeit zur Freimaurerloge "Pionier" abgewiesen.

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