Corona in Wien
Leopoldstädter Märkte fordern mehr finanzielle Unterstützung

Aufregung auf Leopoldstädter Märkten: Die Standler fordern eine Gleichstellung mit Wirten und eine Befreiung der Schanigartengebühren bis Jahresende.
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  • Aufregung auf Leopoldstädter Märkten: Die Standler fordern eine Gleichstellung mit Wirten und eine Befreiung der Schanigartengebühren bis Jahresende.
  • Foto: Alois Fischer
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Aufregung auf Leopoldstädter Märkten: Auch die Standler wünschen einen Erlass der  Schanigartengebühren, wie diese Wirten versprochen wurde.

LEOPOLDSTADT. Viele Gastronomen hat die Coronakrise finanziell hart getroffen. Als die Bundesregierung eine Reduktion oder gar einen Erlass der Schanigartengebühren bis Jahresende verkündete, war die Freude groß. Doch schnell kam die Ernüchterung: Die Maßnahme gilt auf den Märkten nicht.

"Auf Nachfrage hat man uns erklärt, dass wir die Hilfe nicht bekommen weil unterschiedliche Verordnungen gelten", ärgert sich Georg Holzer, Sprecher des Volkertmarktes und Betreiber des Café "Nelke". "Viele Standler nagen am Hungertuch. Die Verordnungsdetails sind dabei irrelevant."

Die letzte Hoffnung ist ein offener Brief an Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), Marktstadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ). Darin beklagt werden etwa auch die bürokratische Hürden um finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Gleichbehandlung gefordert

"Ich würde mir wünschen, dass wir auf den Märkten gleich behandelt werden wie die anderen Wirte", so Holzer. "Das Marktamt bzw. die Stadt Wien hat in Corona-Zeiten alles unternommen, um den Marktbetrieb aufrecht zu erhalten," sagt Alexander Hengl, Sprecher des Marktamts (MA59). Das sei harte Arbeit gewesen. Doch sei es gelungen, die Märkte als Nahversorger auch in Coronazeiten geöffnet zu halten.  

Dass man sich besonders um die Märkte bemüht habe, heißt es auch aus dem Büro von Sima. "Zwei Monate lang mussten wir keine Stand- und Schanigartengebühren bezahlen", bestätigt Anita Paic, Betreiberin des "Pizzaquartiers" am Karmelitermarkt. Doch seit Mai müsse man die Gebühren wieder in vollem Ausmaß bezahlen.

Sprecher des Volkertmarkts, Georg Holzer (l.) betreibt mit Neli Tranculov das Café Nelke.
  • Sprecher des Volkertmarkts, Georg Holzer (l.) betreibt mit Neli Tranculov das Café Nelke.
  • Foto: Ulrike Kozeschnik-Schlick
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

"Das, was von der Ankündigung, die Schanigartengebühren bis Jahresende zu erlassen, übrig
geblieben ist, hat viele fassungslos gemacht", so Holzer. Dabei betont er, dass keineswegs die guten Absichten der Stadtregierung schlecht gemacht werden sollen. Es bedürfe andere Rahmenbedingungen und eine klare Umsetzung "ohne Kleingedrucktes".

Kein Sicherheitsabstand möglich

"Samstags muss unser Gastgarten von 9 bis 14 Uhr geschlossen bleiben", ärgert sich Paic. Denn nur so könnten die Besucher des Bauernmarktes die nötigen Abstandsregeln einhalten. "Dadurch entgeht uns das Frühstücks- und Mittagsgeschäft am umsatzreichsten Tag der Woche. Eine Ermäßigung der Gebühren gibt es aber keine", so Paic. Auch andere Betriebe sind davon betroffen, wie "Kaas am Markt".

"Märkte sind in erster Linie Nahversorger, das zentrale Ziel ist der Verkauf von frischen Lebensmitteln", lässt Hengl wissen. Märkte seien primär Handelsplätze und Schanigärten seien nur bei zusätzlichem Platz erlaubt.

"In Covid-19-Zeiten müssen teilweise bis zu fünf Meter Sicherheitsabstände zwischen den Ständen eingehalten werden", so Hengl.  Als Nahversorger wird dabei den Händlern und Bauern der Vortritt gelassen. Dabei sei man aber bemüht, individuelle Lösungen mit den Gastronomen zu finden. Dies würde Paic sehr begrüßen: "Nach den vielen Beschwerden gibt es vielleicht doch noch Rückzahlungen der Gebühren. Wir hoffen auf das Beste."

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