Wien-Wahl 2020
Leopoldstädter Politiker zum Klimaschutz im 2. Bezirk

Als Mitglied des Klimabündnis Österreich werden im 2. Bezirk verschiedene Maßnahmen gesetzt. Am Karmeliterplatz sorgte im Sommer eine "coole Straße" für Abkühlung.
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  • Als Mitglied des Klimabündnis Österreich werden im 2. Bezirk verschiedene Maßnahmen gesetzt. Am Karmeliterplatz sorgte im Sommer eine "coole Straße" für Abkühlung.
  • Foto: BV2
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Wie steht es um den Klimaschutz im 2. Bezirk? Laut den Bewohnern gibt es auch im Zweiten einiges in Sachen Klima und Umwelt zu tun. Die bz hat die Leopoldstädter Spitzenkandidaten befragt.

LEOPOLDSTADT. Die Folgen der globalen Erwärmung sind verheerend. Die steigenden Lufttemperaturen und Hitzewellen sorgen nicht nur für einen Rückgang der Artenvielfalt und der landwirtschaftlichen Produktivität, sondern bringen auch gesundheitliche Risiken mit sich.

Es gilt auf Landes- sowie Bezirksebene verschiedene Maßnahmen zu setzen. Der Zweite hat als Mitglied des Klimabündnis Österreich gut vorgelegt, dennoch gibt es noch einiges zu tun, da sind sich die Leopoldstädter einig. Davon zeugen die vielen Leserbriefe als Antwort auf unsere große bz-Umfrage (direkt hier nachzulesen). 

Das sagen die Leopoldstädter Politiker

Die Leopoldstädter wünschen sich einerseits mehr Bäume und Fassadenbegrünungen, andererseits fordern die Bewohner ein Konzept, das den großen Herausforderungen des Klimawandels gerecht wird und zugleich alle Verkehrsteilnehmer – nicht nur Radfahrer und Fußgänger – berücksichtigt.

Aber was planen die Leopoldstädter Spitzenkandidaten nach der Wahl am 11. Oktober? Wie wollen sie den Bezirk noch klimafreundlicher gestalten? Nachfolgend lesen Sie die Anliegen und Pläne der Bezirkskandidaten:

Uschi Lichtenegger (Grüne):
„Wir müssen begrünen, beschatten, entsiegeln und Freiräumeschaffen. In den letzten Jahren haben wir mehr als 1.000 Bäume gepflanzt. Projekte wie der Else- Feldmann-Park, bei dem eine Asphaltfläche aufgebrochen und die Straße zum Park umgebaut wird, zeigen, wie es geht. Gegen die Klimakrise können wir nur gemeinsam ankämpfen. Mein Ziel ist es, mit den richtigen Maßnahmen dazu beizutragen.“

Alexander Nikolai (SPÖ):
„Wir wollen die Baum- undStrauchpflanzungen sowie die Fassaden- und Innenhofbegrünungen, gerade im dicht besiedelten Gebiet, weiter vorantreiben, um Hitzeinseln zu verringern. Weiters wollen wir dem Trend Kies statt Rindenmulch entgegentreten sowie begrünte Wartehäuschen etablieren. Hitzeschutzmaßnahmen sind zur Erhaltung der Gesundheit besonders für Senioren wichtig.“

Wolfgang Seidl (FPÖ):
„Die Schaffung neuer Grünflächenund Baumpflanzungen sind zu begrüßen. Wenn aber in den nächsten Jahren ein Busterminal in der Leopoldstadt entstehen wird, dann sind diese wieder sinnlos. Die ‚Coolen Straßen‘ werden nicht genutzt und hatten offenbar nur den Sinn, Parkplätze zu vernichten. Zudem sind die Sprühanlagen in den ‚Coolen Straßen‘ wahre Bakterienschleudern.“

Sabine Schwarz (ÖVP):
„Klimaschutz muss nachhaltig und effektiv gestaltet werden. ,Coole Straßen‘, die 1,5 Liter Trinkwasser in der Minute in die Luft blasen, wird es mit uns nicht geben. Das hat nichts mit Klimaschutz oder Nachhaltigkeit zu tun. Wir wollen eine Klimakarte erstellen: Ziel ist es, Begrünungsmöglichkeiten aufzuzeigen, ohne Parkplätze zu vernichten oder den Verkehr einzuschränken. Wir finden Bäume cooler.“

Christian Moritz (Neos):
„Wir fordern mehr Maßnahmen gegen urbane Hitzeinseln wie Baumpflanzungen und Fassadenbegrünungen. Zudem setzen wir uns für die Schaffung neuer Wasserflächen ein. Der Praterstern soll ein Wasserspiel bekommen und der Volkertplatz samt Markt durch einen ‚cool spot‘ zur kühlen Oase mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Park- und Erholungsgebiete wollen wir vor weiteren Versiegelungen schützen.“

Josef Iraschko (Links):

„Öffentliche Freiräume wie Prater und Donaukanal wurden in den letzten Jahren stark durch Bautätigkeit und Privatisierung bedrängt. Das betrifft jene von uns am meisten, die am wenigsten Platz zum Wohnen haben. Das neugebaute Nordbahnviertel wird zur Betonwüste. Wir fordern im ganzen Bezirk Bepflanzung und den bedingungslosen Erhalt der bestehenden Grünräume. Hände weg vom Grünen Prater!“

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