Angst vor Lärm und Luftverschmutzung
Planung des Fernbusterminals soll Anliegen der Anrainer berücksichtigen

Für den neuen Fernbusterminal ist eine eigene Zu- und Abfahrt über den Handelskai geplant.
  • Für den neuen Fernbusterminal ist eine eigene Zu- und Abfahrt über den Handelskai geplant.
  • Foto: APA/ Lisa Scherzer
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Die Planung des Fernbusterminals läuft: Wünsche und Ängste der Anrainer sollen berücksichtigt werden.

LEOPOLDSTADT. Kaum stand fest, dass der neue internationale Wiener Fernbusterminal in der Leopoldstadt errichtet werden soll, meldeten sich die ersten Kritiker zu Wort. Während etwa die designierte Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) meint, dass mit dem Standort beim Ferry-Dusika-Stadion die richtige Wahl getroffen wurde, sind viele Anrainer anderer Meinung. Auch die bz erreichten zahlreiche skeptische Leserbriefe, ein Teil davon ist direkt hier nachzulesen.

Aktuell laufen Machbarkeits- und Verkehrsstudien. Dabei betont Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger (Grüne): "Die Anliegen der Anrainer sind uns wichtig. Sie sollen bei der Planung des Fernbusterminals berücksichtigt werden."

Eigene Zufahrt

Bei einer speziellen Infoveranstaltung in der Messe Wien hatten die Leopoldstädter zwei Tage lang die Möglichkeit, ihre Anliegen und Befürchtungen direkt mit den Projektverantwortlichen zu besprechen. Vor Ort waren nicht nur die Bezirksvorsteherin, sondern auch ihre Stellvertreter Adolf Hasch (Grüne) und Astrid Rompolt (SPÖ) sowie Experten der Stadt Wien.

Von viel Grün über genügend WCs und Taxistandplätze bis hin zu Sicherheit: Die Wünsche der Leopoldstädter für den neuen Terminal sind vielfältig. Mehrere Anrainer befürchten, dass die zahlreichen Busse für noch mehr Verkehr und Stau in der Meiereistraße sorgen könnten. Dem will man mit einer eigenen Zu- und Abfahrt nur für die Busse entgegenwirken, heißt es seitens der Stadt Wien. Diese soll direkt vom Handelskai zum neuen Terminal führen und damit auch die aktuelle Verkehrssituation in der Meiereistraße verbessern.

Ein Thema, das den Leopoldstädtern auch am Herzen liegt, ist die Umwelt. Aufgrund des geplanten Busterminals befürchtet man, dass sich durch den zunehmenden Verkehr die Qualität der Luft verschlechtert und der Lärmpegel im Grätzel steigt.

Ergebnisse im Frühjahr 2020

Nun heißt es erst mal abwarten. Die Machbarkeits- und Verkehrsstudien laufen noch, Ergebnisse sollen im Frühjahr 2020 präsentiert werden. "Auch dann wäre eine eigene Veranstaltung für die Bürger schön", so Lichtenegger. Doch bis zum Beginn konkreter Arbeiten dauert es ohnehin noch, der Baustart ist für 2022 geplant.

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