Wir können nicht wegschauen: Schutzhäuser für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Bihać.

Unbegleitete minderjährigen Flüchtlinge, Frauen und Kinder sind die verletzlichste Gruppe unter den Flüchtlingen, die an den EU-Außengrenzen unter sehr schwierigen Bedingungen feststecken. Um mehr über ihre Situation zu erfahren und Hilfe zu leisten waren David Neuber und Roswitha Feige vom Pfarrentzwerk Asyl gemeinsam mit Vetreterinnen des Österreich-bosnisch-herzegowinischen Kulturverein – Frauenforum „Mimosen“ Ende de Jahres in Bihać, einer bosnische Stadt nahe der kroatischen EU-Außengrenze, in der jedes Jahr Tausende Flüchtlinge ankommen.
Begleitet von Senad Tutic, dem Direktor des dortigen Sozialzentrums, das auch für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und Familien zuständig ist, konnten wir die drei großen Flüchtlingslager im Kanton Bihać besuchen. Besonders schwer ist die Lage im überfüllten Flüchtlingscamp Bira. Dort leben derzeit ca. 400 unbegleitete minderjährige Buben in einem großen Flüchtlingslager gemeinsam mit weiteren 1.600 erwachsenen Männern. Unter ihnen sind Jugendliche, die Gewalt und Missbrauch erfahren haben aber in dem großen Lager nicht von den Tätern zu trennen sind.
Die Situation ist unerträglich! Um hier zu helfen, plant das Pfarrnetzwerks Asyl in Kooperation mit anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Organisationen den Bau von drei Schutzhäusern auf einem Grund in der Stadt Bihać, den diese dem Projekt zur Verfügung stellt. Es ist ein Tropfen auf dem heißen Stein aber wir können hier nicht einfach wegsehen.
Anfang Februar waren Senad Tutic und Edin Moranjkic (Berater des Bürgermeisters von Bihać) zu einem Gegenbesuch in Wien, um die Pläne zu konkretisieren. Wir konnten einen Austausch mit der Asylkoordination Österreich, der PfarrCaritas Wien, dem Botschafter von Bosnien und Herzewgowina in Österreich sowie Mitgliedern unterschiedlicher Rotary-Clubs in Wien organisieren. Ein besonderes Highlight war der angeregte und motivierende Austausch mit engagierten MitarbeiterInnen von Habibi Flüchtlingsprojekte in der Pfarre Franz von Sales, Gemeinde Krim zu Beginn, sowie dem gemeinsamen Treffen von vielen VertreterInnen unserer Mitgliedspfarren im Pfarrnetzwerkasyl gegen Ende der Reise.

www.pfarrnetzwerkasyl.at, Roswitha Feige

Autor:

Pfarre Nepomuk aus Leopoldstadt

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