Eine Reise im Schatten des Coronavirus um den Tonle Sap See in Kambodscha
Die Stadt PHNOM PENH (2)

Aufnahme 11.02.2020: Im Königspalast ist an jedem Wochentag eine andere Farbe der Kleidung vorgeschrieben
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  • Aufnahme 11.02.2020: Im Königspalast ist an jedem Wochentag eine andere Farbe der Kleidung vorgeschrieben
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Nach unserem Abschied von Phuket flogen wir nach Bangkok, dort mussten wir in eine andere Maschine  nach Phnom Penh umsteigen.

Wir erreichten zwar den Anschlussflieger, aber unser Gepäck schaffte es nicht mehr.

In einem idyllischen Hotel verbrachten wir die erste Nacht ohne unsere Koffer.

Aber in der Früh war die Welt wieder in Ordnung und die Koffer standen im Hotel bereit.

Phnom Penh liegt im Süden des Tonle Sap Sees, den wir ja im Zuge unsere Rundreise komplett umrunden werden. Dieser See ist das Zentrum Kambodschas. Wasser scheint hier eine entscheidende Rolle zu spielen. 

Der Tonle Sap Fluss und der mächtige Mekong treffen sich hier in der Stadt Phnom Penh. In der Regenzeit fließt das Wasser des Megkong sogar in die andere Richtung und füllt den Tonle Sap See auf. Wir waren aber in der Trockenzeit unterwegs.

Unsere Stadtbesichtigung begann mit dem Wat (=Tempelanlage) Phnom (=Hügel). Das ist der Tempel der alten Frau Penh, der  im Jahr 1372 auf einem künstlichen 27 Meter hohen Hügel errichtet wurde und der der Stadt den Namen gab.

Angeblich soll es Glück bringen, wenn man von den Vogelfängern vor dem Tempel gefangene Vögel freikauft?

Das ist ziemlich unverständlich für uns.

Im Tempel finden sich Buddha Statuen und dahinter eine Gedenkstätte für Frau Penh.

Unterhalb des Tempels fanden wir ein Denkmal von König Sisowath (Nachfolger und Bruder von König Norodom I, der die Franzosen holte).

Hier wird an das Jahr 1907 erinnert, als das Siamesische Königreich (=Thailand) ein Abkommen mit dem französischem Protektorat über Kambodscha unterzeichnete, mit dem die Provinzen Siem Reap, Battambang und Sisophon (Banteay Meanchey) dem Königreich Kambodscha unter dem König Sisowath übergeben wurden.

Die drei neu hinzugekommenen Provinzen sind  als drei Frauen dargestellt, die dem König Geschenke überbringen.

Welche Rolle die Franzosen hier als Schutzmacht spielten sehen wir dann sehr eindrucksvoll bei unserer nächsten Station dem Königspalast. Er wurde von den  Franzosen als steinernes Gebäude für König Norodom I errichtetet, der 1863 mit Hilfe der Franzosen wieder an die Macht kam. Vorher war der Königspalast ein traditioneller Holzbau.

Dieses prachtvolle Gebäude wird noch heute vom derzeitigen König Norodom Sihamoni genutzt. Er ist ein Sohn von Norodom Sihanouk, der die jüngere Geschichte Kambodschas in verschiedenen Rollen bestimmt hat ("ich bin Kambodscha"). Zuletzt war er wieder König und übergab 2004 mit 81 Jahren die Königswürde an seinen Sohn. Sihanouk starb am 15. Oktober 2012 im Alter von 89 Jahren in Peking.

Durch ein Tor kamen wir in den Pagodenhof. Hier befindet sich auch die Silberpagode mit den Stupas (Gedenkstätten) der Norodom Königsfamilie.

Auf der den Hof umgebenden Mauer wurde unter der Anleitung von Okhna Tepnimit Mak von 40 Künstlern die Geschichte des Epos Ream Ker dargestellt (1903-1904).

Bemerkenswert ist, dass die für mich schönste Stupa für Kantha Bopha (Duftende Blume) errichtet wurde. Sie war Tochter von König Sihanouk und starb 1952 vierjährig an Leukämie. Am 12. Juli 2014 wurden hier auch die Reliquien von Sihanouk (Königsvater Preah Borom Ratanak ) in einer Feier an der Spitze der königlichen Stupa deponiert.
(siehe dazu:https://www.norodomsihamoni.org/en/news/2014-07-12_3 )

In der Silberpagode ist Fotografierverbot, deshalb kann ich sie nur von außen zeigen.

Wir verabschiedeten und vom Königspalast und fuhren danach ins Nationalmuseum.

Die Exponate gaben uns einen Überblick, welche Kunstwerke uns auf unserer Rundreise noch begegnen könnten. 

 Jetzt war es Zeit für eine Mittagspause in einem schönen Lokal am Tonle Sap Fluss.

Nach dieser erholsamen Pause besuchten wir den Zentralmarkt (Psar Thmei), der von unserem Führer auch Russenmarkt genannt wurde.

Am Ende des Tages wurden wir noch mit den Grausamkeiten der Roten Khmer an der eigenen Bevölkerung von 1975 bis 1979 konfrontiert.

Im Choeung Ek Genocidal Center erinnerten wir uns an die vielen unschuldigen Opfer.

Ein kleiner Schmetterling tröstete uns am Abend.

Autor:

Helmut Gring aus Leopoldstadt

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