23.08.2016, 14:29 Uhr

Austria Wien: Eine Freundschaft unter Kickern – auch abseits vom Spielfeld

Ismael Tajouri-Shradi (l.) und Tarkan Serbest sind nicht nur auf dem Spielfeld ein Team. (Foto: Foto: FAK)

Tarkan Serbest und Ismael Tajouri-Shradi verbindet nicht nur ihr Klub sondern auch eine enge Freundschaft. Gewinnspiel: Wir verlosen 5x2 Karten für das Spiel Austria gegen den WAC!

LEOPOLDSTADT. Die Straßenbahnlinie 21. Mittlerweile hat sie ihren Betrieb eingestellt. Am 29. Juni 2008 rollte der letzte Waggon über die Gleise vor dem Ernst-Happel-Stadion. Später wurde sie durch die neue, violette U-Bahn-Linie 2 ersetzt.

Was den „21er“ so besonders machte? Zum einen natürlich der Umstand, dass er lange Zeit ein beliebtes Fortbewegungsmittel Richtung Praterstadion war – und deshalb an Match- oder Konzerttagen oft hunderte Meter lang aufgereiht stand. Zum anderen beförderte er gerade Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre zahlreiche Jungkicker, die täglich zum Training des Austria-Nachwuchses fuhren: Alex Gorgon und Marko Arnautovic. Aleksandar Dragovic und David Alaba.


Freunde trotz Sprachhürde

Zwei weitere Kicker saßen in der Anfangszeit vor und nach den Trainings ebenfalls nebeneinander – und zwar mucksmäuschenstill. Tarkan Serbest und Ismael Tajouri-Shradi. Ihr „gemeinsamer Weg“ nahm in der U11 der Veilchen unter Trainer „Herrn Bogdanovic“, wie sie ihn heute noch respektvoll nennen, seinen Anfang. Der zunächst fehlende Austausch beruhte jedoch keineswegs auf Antipathie. Der Grund lag allein in der Sprache: „Isi kam gerade aus Libyen und konnte noch nicht Deutsch – und mein Englisch war mit 10 auch noch nicht gut genug, sodass wir uns viel zu erzählen gehabt hätten“, erinnert sich Tarkan zurück.

Wenig später besuchten die beiden die gleiche Mittelschule in der Wittelsbachstraße. Fast zehn Jahre später hat sich nicht viel verändert. „Wir verbringen eigentlich fast jede Minute zusammen“, verrät Isi. Für das Training in Steinbrunn, Burgenland, bildeten die beiden eine Fahrgemeinschaft. Doch es gibt auch Unterschiede zwischen den zwei Austria-Kickern. „Tarkan ist definitiv der Pünktlichere von uns beiden“, so Ismael.

Große Talente im Kader

Die noch junge Saison steht ein wenig im Zeichen der beiden. Tarkan Serbest festigte seinen Platz im defensiven Mittelfeld der Veilchen. Ismael Tajouri-Shradi bewies nach seinem Gastspiel in Altach, dass er auch für die hohen Anforderungen bei der Austria das Zeug mitbringt. Vor zwei Wochen gab es für beide Spieler ein kleines Jubiläum: Tarkan bestritt sein 30., Isi sein 50. Bundesliga-Spiel.

Beide machen dennoch klar, dass sie erst am Anfang ihres Weges stehen. Experten und Journalisten bescheinigen dem zentralen Mittelfeldspieler, im Sommer den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gesetzt zu haben. Ein Schritt, den Trainer Thorsten Fink bereits in der Vorsaison mehrmals prognostizierte. Da besaß Serbest zwar noch keinen Platz in der Startelf, auf das große Talent seines Schülers wies Fink dennoch immer wieder hin.

Zuletzt verriet Austrias Coach, was die Nummer 15 auszeichnet. „Er bringt alles mit, was es braucht: das Technische, das Taktische, die Physis und schlussendlich auch den Charakter. Tarkan hat hohes Potenzial. Er identifiziert sich zu 100 Prozent mit der Austria und ist sich für nichts zu schade. Er versucht, in jedem Training der Beste zu sein.“


Voneinander lernen

Auf die Frage, was Serbest sich beispielsweise von Kumpel Tajouri abschauen könne, antwortet der Busquets-Fan: „Seine technischen Fähigkeiten sind schon herausragend, er ist stark im Dribbling.“ Ein Pass, den Isi annimmt – und prompt zurückspielt: „Tarkans Pässe kommen genau auf den Fuß. Und er ist richtig stark im Zweikampf und Kopfballspiel.“ Ihr gutes Zusammenspiel können die zwei schon bald wieder auf dem Platz unter Beweis stellen.

Karten zu gewinnen!

Am 10. September steht die Mannschaft der Austria wieder auf dem Rasen im Happel-Stadion. Ab 18.30 Uhr treffen die Veilchen auf das Team der RZ Pellets WAC. Unter ihrem Trainer Heimo Pfeifenberger, der in den 1990er-Jahren mit Salzburg Erfolge feierte, werden die Kärntner versuchen, gegen die Austrianer anzukommen. Die treuen Fans werden dies sicher mit einer tollen Stimmung zu verhindern wissen.

Wir verlosen 5x2 Karten für das Match in der Leopoldstadt. So einfach geht’s: Einfach unten anklicken und teilnehmen. Teilnahmeschluss ist der 8. September. Viel Glück!

Die Aktion ist bereits beendet!

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