29.05.2017, 11:01 Uhr

Das Stuwerviertel mit einer Zeitung sichtbar machen

Rebecca Wenig und Carina Stella studieren an der Universität für angewandte Kunst und hatten das Stuwerviertel im Fokus.

Drei Studenten wollen das Stuwerviertel mit einer eigenen Zeitung in ein besseres Licht rücken. Der Ruf sei schlecht, aber "uns ist nichts dergleichen aufgefallen".

LEOPOLDSTADT. Carina Stella, Rebecca Wenig und Jakob Zerbes besuchen die Universität für angewandte Kunst. Im Rahmen ihrer Semesterarbeit überlegten sie sich, wie man ein Grätzel sichtbarer machen kann. Ihre Wahl fiel dabei auf das Stuwerviertel. Da es sich hier um ein rein theoretisches Projekt handelt, gab es weder finanzielle noch personelle Beschränkungen.

"Wir haben uns für das Stuwerviertel entschieden, weil uns das Multikulturelle und der Dorfcharakter so gut gefallen", sagt Studentin Rebecca Wenig. Früh war klar: Dieses Viertel hat keinen guten Ruf. Überraschenderweise ergaben die Recherchen der Studenten jedoch das Gegenteil. "Wir haben uns schon sehr gewundert. Trotz des schlechten Rufs haben wir kaum etwas Negatives erlebt", so Wenig. Dabei wurde das Stuwerviertel genau unter die Lupe genommen. Die Studenten haben sich mit den Anrainern unterhalten und ganze Tage dort verbracht. Schnell war die erste Idee geboren: eine eigene App rund um das Stuwerviertel – mit Infos zu aktuellen Veranstaltungen und Aktivitäten. Auch eine Website war in Diskussion.

Aber diese Ideen wurden schnell wieder verworfen, denn ältere Personen wären eindeutig im Nachteil. "Wenn sich das Grätzel präsentiert, sollte das auch für jeden zugänglich sein", so Wenig. Also haben sich die drei Grafikdesignstudenten für die gute alte Zeitung entschieden. "Somit wäre niemand ausgeschlossen. Mit einer Zeitung kann man jeden erreichen", sagt Studienkollegin Carina Stella.

Verschiedene Kulturen

Bei der Zeitung "Stuwer" stehen die Menschen aus dem Stuwerviertel im Fokus. Ein Format dafür wären Reportagen über die Bewohner und ihr Zuhause. "Hier im Grätzel gibt es so viele interessante Menschen und Kulturen. Ich denke, die würden sich auch gut ergänzen, man muss sie nur vorstellen", so Wenig. Zusätzlich zur Grätzelzeitung würde man regelmäßig Feste im Viertel organisieren.


Feste für die Bewohner

Alle drei Monate sollen das Stuwerviertel und der Markt durch Kunst und Kultur belebt werden. "Auch hier könnten wir uns vorstellen, dass Künstler aus dem Viertel auftreten. Praktisch aus dem Stuwer für die Stuwerviertler", sagt Wenig. Das wäre dann auch die perfekte Möglichkeit für die Grätzelbewohner sich gegenseitig kennenzulernen und man könnte sich mit den anderen Stuwerviertlern austauschen. Ob die Zeitung "Stuwer" tatsächlich realisiert wird? Die Umsetzung des Uni-Projekts ist theoretisch durchdacht, steht jedoch derzeit in den Sternen.
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