13.03.2017, 13:54 Uhr

Holz und Kunst: Einmalige Möbelstücke aus dem Atelier

vlnr. Ludwig Wüst, Kathrin Labschütz, Bernhard Stich, Patrik Kameš und Janusz Plonka. (Foto: Miesgang)

Dass aus dem Werkstoff Holz nicht nur Tische und Stühle gefertigt werden können, beweist die Tischlergemeinschaft „Holz und Kunst“, die in der Großen Schiffgasse ihre Werkstatt betreibt.

LEOPOLDSTADT. Ludwig Wüst, Bernhard Stich, Kathrin Labschütz, Patrik Kameš und Janusz Plonka sind alle selbstständig. Sie teilen sich jedoch nicht nur eine Werkstatt, sondern nutzen auch die Vorteile, die ein Arbeitskreis mit sich bringt und folgen einer gemeinsamen Philosophie.

„Für uns gibt es kein hässliches Holz. Was andere Tischler als Fehler im Material betrachten würden, dient uns oft als Basis für die Gestaltung“, so Patrik Kameš. „So ein Holz hat ein paar hundert Jahre am Buckel. Diesem Holz sein Leben wegzunehmen, wäre doch schade“, sagt Bernhard Stich, der seit 11 Jahren mit an Bord ist. Patrik Kameš ist das Urgestein der Gruppe. Vor rund 37 Jahren hat er begonnen, mit Holz zu arbeiten und schnell einen eigenen sehr natürlichen Stil entwickelt, der als Markenzeichen von „Holz und Kunst“ gesehen werden kann.

Jedes Holz ist schön

Verarbeitet werden nur unbehandelte heimische Hölzer. Die Lebensdauer der hergestellten Produkte ist zudem sehr hoch. Eventuelle Kratzer und sonstige Beschädigungen, die sich im Laufe der Jahre einstellen, können einfach weggeschliffen werden. „Das ist möglich, weil wir das Holz nicht lackieren, sondern lasieren und ölen“, sagt Kathrin Labschütz, die bei „Holz und Kunst“ im zweiten Bildungsweg eine Tischlerlehre absolviert. „Das Wissen um diese Verarbeitung ist sehr alt. Die Poren werden nicht verschlossen und so kann das Holz atmen“, sagt Ludwig Wüst, der seit 1986 Teil der Arbeitsgemeinschaft ist. Die Auftragslage von „Holz und Kunst“ sei gut, denn die Kunden schätzen die nachhaltige und natürliche Arbeitsweise. „Außerdem sind unsere Preise vergleichbar mit jenen einer Maßtischlerei. Wir liefern hohe Qualität und die Kunst bekommt man gratis dazu“, so Patrik Kameš. Infos gibt es unter: www.holzundkunst.at

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