13.10.2014, 09:05 Uhr

Leopoldstadt: Kunstprojekt Mauerschau stört Anrainer

Margit Tinoco-Lobo bemängelt die Helligkeit und Abstrahlung der Neonschriften in der Kleinen Sperlgasse, die in ihre Wohnung leuchten.

Bunte Neonreklame in der Kleinen Sperlgasse leuchtet in Wohnungen der Anrainer.

Dreizehn Werbe-Schriftzüge aus den Sammlungen des Vereins Stadtschrift sind an der Feuermauer des Sperlgymnasiums als erstes typografisches Museum im öffentlichen Raum angebracht und erzählen von der historischen Fassadenbeschriftung in Wien. Die Leuchtschriften wurden alle geprüft und genehmigt. Trotzdem klagen Anrainer über störende Blendungen. Margit Tinoco-Lobo: „Die grüne Schrift Elektro ist in Fensterhöhe meiner Wohnung und blendet mich am Abend. Meine ganze Küche ist in grüne Schatten gehüllt.“ Die Anrainer beklagen, dass sie über das Projekt nicht informiert wurden und nun für zwei Jahre mit einer deutlichen Einschränkung ihrer Wohnqualität leben müssen.

Helligkeit wird reduziert

Birgit Ecker, Gründerin des Vereins Stadtschrift, hat sich vor Ort über mögliche Maßnahmen informiert. Obwohl die Genehmigung für je drei Beschriftungen bis 23 Uhr erteilt wurde, will man ab 21 Uhr alle Neonschriften abschalten. Die fragliche Elektro-Schrift sogar schon ab 20 Uhr. Gleichzeitig will man auch die Helligkeit der Schriften reduzieren. Ecker: „Wir wollen den Grätzelwahrzeichen ein neues Zuhause und eine zweite Chance ihre Unternehmensgeschichte zu erzählen geben ohne die Anrainer zu vergrämen. Nach diesem ersten Freiluftmuseum sollen noch weitere folgen und damit soll unser Traum Wirklichkeit werden.“ Unterstützt wurde dieses Projekt vom Wirtschaftsverbandes Wien. Daniela Swoboda: „Wir haben für dieses Projekt nur positive Rückmeldungen bekommen.“
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