04.09.2014, 12:01 Uhr

Leopoldstadt: Lebensretter auf vier Pforten

Peter Schüler mit Dora, der amtierenden Weltmeisterin in "Fährtensuche".

Bei der Internationalen Staatsmeisterschaft konnten die Rettungshunde der Feuerwehr Wien vier erste Plätze erzielen. Die Vierbeiner trainieren in der Nähe des Lusthauses, aktuell für die Weltmeisterschaft Ende September.

Auch der amtierende Weltmeister der Rettungshunde kommt aus Wien, aus der Rettungshundestaffel der Feuerwehr. Die vierjährige Dora, ein Belgischer Malinois, gewann in der Kategorie "Fährtensuche" den ersten Platz. Doch das Leben der Hunde besteht nicht nur aus Wettkämpfen, sie retten in erster Linie Leben.

Suche nach Verschütteten

Die Hundeführer des SKV-KHD (Sport- und Kulturvereinigung-KatastrophenHilfsDienst) sind allesamt ehrenamtlich tätig und investieren viel in ihre Hunde - Zeit und Geld. Leiter der Rettungshundestaffel ist Peter Schüler, pensionierter Hauptbrandmeister.
"Seit etwa zehn Jahren trainieren wir die Hunde hier am Kanalwächterhausweg 430. Wir sind zu zehnt, Hunde gibt es 20. Wir trainieren die Hunde aufs Aufspüren von verschütteten Personen, nach Erdbeben oder Hauseinstürzen. Unsere Hunde haben auch die zwei Personen aufgespürt, die nach der Explosion in der Mariahilfer Straße unter den Trümmern verschüttet waren", erzählt der 67-Jährige.
Nicht nur in Wien kommen die Hunde zum Einsatz. "Wir waren 2009 nach dem Erdbeben in Sumatra, aber auch in der Türkei, in Indien, Taiwan oder Algerien", so Schüler.

Frühes Training

Die Hunde beginnen recht früh mit dem Training. "Sie müssen noch ohne Fehler in der Erziehung sein. Wir üben nicht nur hier am Platz an einem künstlich angelegten Trümmerhaufen, sondern auch auf Baustellen. Auch bei anderen Rettungshundestaffeln im In- und Ausland trainieren wir. Die Hunde werden sonst betriebsblind. Seit einem Jahr bilden wir unsere Hunde auch für die Suche nach vermissten Personen aus", so Schüler.

Info: http://www.feuerwehrwien.at/
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