29.03.2016, 22:04 Uhr

Stadtentwicklungszielgebiet Nordbahnhoferweiterung gefährdet!

(Foto: Friedrich Techler)

Der geplante CO2-Ausstoß des größten Stadtentwicklungsgebietes (größer als die Seestadt) überschreitet bei weitem den laut STEP 2025-Vereinbarung notwendigen Wert von 150 Tonnen CO2/Jahr.

Variante I mit einem CO2-Ausstoß von 160 t/Jahr wäre ein kompletter Anschluss des Erweiterungsgebietes an das Fernwärmenetz mit Neubau der unterdimensionierten Leitung, was viel zu teuer für die kaputtgesparten „Wiener Netze“ ist.

Die wahrscheinlichere Variante II sieht lt. internen Kreisen der Stadtwerke Holding eine teilweise Versorgung mit Fernwärme über das bestehende Netz, sowie eine Versorgung mit Gas vor. CO2-Ausstoß dabei: 220 t/Jahr, Kostenpunkt wäre 2,5 Mio. Euro, zudem müssten - kein Scherz - kombinierte Windkraft/Fotovoltaikanlagen auf den Dächern installiert werden, um den angepeilten Wert zu erreichen.

Bezirksrat Josef Iraschko von KPÖ und Wien anders dazu: „ Es ist ein Skandal! Um eine Umweltverträglichkeitsprüfung - für die der CO2-Ausstoß essenziell ist - zu umgehen so lange Stadt Wien und ÖBB Immobilien Holding Eigentümer sind, werden die Gründe nun billig an stadtnahe Konzerne wie Wiener Städtische oder Bank Austria verkauft.“

Daneben birgt das Projekt Nordbahnhofviertel (für die EinwohnerInnenzahl einer mittelgroßen Stadt!) viele infrastrukturelle Planungsfehler: ein missglücktes Verkehrskonzept sowie das Fehlen von Kindergärten/Bildungseinrichtungen und adäquater Gesundheitsversorgung. Von sozialem Wohnbau ist auch keine Spur. Zudem: Muss die öffentliche Hand die Kosten für Abbau und Deponierung des kontaminierten Erdreichs tragen?

Die neugegründete Initiative „Spekulationsparadies Leopoldstadt fragt: Was sagen Umwelt-Stadträtin Ulli Sima, sowie Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die für die Stadtentwicklung verantwortlich zeichnet, dazu?

Kontakt:
spekulationsparadies@leopoldstadt.net
www.spekulationsparadiesleopoldstadt.wordpress.com
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