23.10.2015, 00:00 Uhr

Wintersperre für den Augarten: Anrainer machen gegen Öffnungszeiten mobil

Ab anfangs November stehen viele Besucher wie Vereinsobfrau Jutta Matysek vor verschlossenen Toren.

Besucher und Bürgerinitiative stellen sich gegen die vielen Beschränkungen im Augarten.

Mit Anfang November gelten im Augarten wieder die Winteröffnunszeiten: täglich von 7.30 bis 17.30 Uhr, ab 23. Februar wieder bis 19 Uhr.

Sperre aus Sicherheitsgründen

Der Grund dafür liegt laut Brigitte Mang von der Bundesgartendirektion, in der Sicherheit für die Besucher, der Verkehrssicherheit und der Haftung. Der Winterdienst könne erst ab diesem Zeitpunkt gewährleistet werden.
Für viele Besucher ist dies nicht verständlich. Sie nutzen den Park für Sport, als Hundeauslaufzone oder als sicheren und grünen Weg zur Arbeit.
"Der längere Weg um den Augarten ist besonders für Kinder unangenehm, weil er gefährlicher ist“, befürchtet Anrainerin Karin Reischl.

Bürgerinitiative wehrt sich

Die Bürgerinitiative und der Verein Freunde des Augartens möchten eine Beibehaltung der Sommeröffnungszeiten ab 6.30 Uhr und bis 19 Uhr erreichen. Vereinsobfrau Jutta Matysek: „Eine Gleichstellung mit dem Park Schloss Schönbrunn, Hofgarten Innsbruck oder dem Schloss Ambras ist wichtig, weil auch im Augarten nicht mehr Schnee liegt.“
Mang weist darauf hin, dass der Winterdienst nicht nur die Schneeräumung, sondern auch Eislagen, vereisendes Laub und Teilvereisungen bedingt durch Frost oder Reif beinhaltet.

Individuelle Öffnungszeiten

Mang: „Durch die unterschiedlichen Gegebenheiten in den Gärten und in der Verwaltung sind unterschiedliche Öffnungszeiten notwendig.“ Die ebenfalls unter der Verantwortlichkeit der Bundesgärten stehenden innerstädtischen Grünanlagen Belvedere, Burggarten und Volkgarten haben die gleichen späteren Öffnungszeiten.

Problembereiche im Augarten

Neben den eingeschränkten Öffnungszeiten sind das Radverbot, die fehlenden Mülleimer und die gesperrten Flächen ein Ärgernis für Besucher und Bürgerinitiative. „Radfahren soll erlaubt sein, weil es ohnehin schon praktiziert wird“, fordert etwa Anrainerin Reischl.
Obfrau Matysek spürt durch die wachsende Bevölkerung mehr Druck auf den Augarten und meint: „Um dem ständig steigenden Besuch zu bewältigen, braucht es mehr Fläche und mehr Kontrolle in Form von Parkwächtern.“
Die Bürgerinitiative bemüht sich um einen Termin bei Burghauptmann Rudolf Sahl als Eigentümervertreter.
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