Ab 1. Juli: Bis zu 2.000 Euro für berufliche Weiterbildung

Vizebürgermeisterin Renate Brauner bringt den doppelten Weiterbildungstausender in die Bezirke
  • Vizebürgermeisterin Renate Brauner bringt den doppelten Weiterbildungstausender in die Bezirke
  • Foto: PID/David Bohmann
  • hochgeladen von Agnes Preusser

Wer sich weiterbildet, hat es leichter, berufliche Chancen zu nutzen und den eigenen Arbeitsplatz abzusichern. Damit der Zugang zur Weiterbildung nicht aus finanziellen Gründen scheitert, verdoppelt der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) auf Initiative von Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner die Weiterbildungsförderung: Ab 1. Juli können beschäftigte WienerInnen nun bis zu 2.000 Euro für ihre berufliche Weiterbildung in Anspruch nehmen. Auch die Anspruchsvoraussetzungen wurden ausgeweitet: Lag die Einkommensgrenze bisher bei 1.300 Euro netto, wird diese auf 1.800 Euro erhöht. Damit können bis zu 600.000 WienerInnen den doppelten Weiterbildungstausender nutzen. In den kommenden eineinhalb Jahren nimmt die Stadt für die berufliche Weiterbildung von beschäftigte WienerInnen insgesamt rund 8 Mio. Euro in die Hand.

„Weiterbildung ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders wichtig und sinnvoll.
Wir unterstützen daher die persönliche Initiative und das Engagement von beschäftigten WienerInnen“, unterstreicht Wiens Wirtschaftsstadträtin, „denn berufliche Aus- und Weiterbildung sind eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und die Voraussetzung für bessere Berufsperspektiven. Außerdem sind gut qualifizierte ArbeitnehmerInnen das Um und Auf für den erfolgreichen Wirtschaftsstandort Wien. Weiterbildung zahlt sich also doppelt aus“, so Brauner.

10.000 WienerInnen haben ihre Chance schon erfolgreich genutzt

Der waff unterstützt mit dem Weiterbildungstausender seit August 2010 beschäftigte WienerInnen bei berufsbezogener Weiterbildung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Jetzt wird der Weiterbildungstausender für alle beschäftigten WienerInnen, die nicht mehr als 1.800 Euro netto verdienen, verdoppelt. Sie können sich unabhängig von ihrem Bildungsniveau für ihre berufliche Weiterbildung bis zu 2.000 Euro vom waff zurück holen.
Für das Nachholen von Berufsreifeprüfung und die Matura gibt es wie bisher schon bis zu 1.000 Euro Förderung. Beschäftigte WienerInnen, die höchstens Pflichtschulabschluss haben und den Lehrabschluss nachholen wollen, können im Rahmen dieser Förderung sogar mit bis zu 3.000 Euro rechnen.

Die wichtigsten Eckdaten zum Weiterbildungstausender des waff:

10.000 beschäftigte WienerInnen haben den Weiterbildungstausender bisher in Anspruch genommen, davon 6.000 Frauen und 4.000 Männer.

67 Prozent waren zwischen 25 und 45 Jahren, 19 Prozent unter 25 Jahren und 14 Prozent über 45 Jahre.

45 Prozent der Personen, die den WeiterbildungsTausender seit 2010 in Anspruch genommen haben, hatten einen höheren Schulabschluss bzw. eine akademische oder Fachhochschulausbildung. 25 Prozent hatten zumindest einen Lehrabschluss und lediglich 16 Prozent höchstens einen Pflichtschulabschluss. Seit 2012 beträgt ihr Anteil 53 Prozent. Der Grund dafür: die Einführung der speziellen Förderung zum Nachholen des Lehrabschlusses.

Knapp über 30 Prozent haben dank der Förderung den Lehrabschluss, die Berufsreifeprüfung bzw. Matura nachgeholt. Im Bereich Lehrabschluss waren die häufigsten Berufe: BerufskraftfahrerIn, Bürokaufmann/frau, und Einzelhandelskaufmann/kauffrau.

Rund 70 Prozent haben den Weiterbildungstausender für Qualifizierungen in den Bereichen Erwachsenenbildung, (Psycho-) soziale Arbeit, Büro, Rechnungswesen. Banken sowie Gesundheit und Medizin genützt.

Studie: Leistbarkeit von Weiterbildung spielt wichtige Rolle

In regelmäßigen Abständen wird europaweit die Beteiligung an Erwachsenenbildung untersucht. Der jüngste Bericht aus Österreich: etwas mehr als 50 Prozent der 25 bis 64 Jährigen haben im vorangegangenen Jahr eine Weiterbildung gemacht. Wer gut ausgebildet ist, bildet sich auch häufiger weiter.

Ein wichtiger Aspekt: Die Weiterbildung muss beruflich verwertbar sein. 73 Prozent der Frauen und 76 Prozent der Männer gaben an, dass sie sich weitergebildet haben, um den Beruf besser ausüben zu können bzw. die Karriereaussichten zu verbessern.

Information und Terminvereinbarung unter: 01- 21748 – 555, www.waff.at, www.facebook.com/waff

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