Erlaaer Flur
Eine eigene Galerie für's Grätzel

Christine Müller hat mit Unterstützung der Anwohner die "Grätzel Galerie" verwirklicht
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  • Christine Müller hat mit Unterstützung der Anwohner die "Grätzel Galerie" verwirklicht
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  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Eine Gemeinschaft kann sich trotz Abstand nahe sein – das beweist eine Galerie in "Helenes Dorf".

WIEN/LIESING. "Es ist großartig hier. Wir leben wie in einem Dorf und das mitten in der Stadt", schwärmt Christine Müller von ihrem Zuhause in Liesing. Sie gehörte zu den ersten, die vor zwei Jahren in den neuen Stadtteil gezogen sind, der offiziell als Erlaaer Flur bezeichnet wird. Ein Name, der ihm nicht gerecht wird.

"Wir nennen unser neues Wohnviertel ganz einfach 'Helenes Dorf', da es ja am Helene-Thimig-Weg liegt", erzählt sie. Da ist es kein Wunder, dass der von ihr mit initiierte Nachbarschaftsverein denselben Namen trägt. Dieser liegt ihr sehr am Herzen. Schließlich werden zukünftig rund 3.000 Menschen – einige Wohnungen sind noch frei – hier wohnen. "Und das nicht einfach nebeneinander, sondern miteinander", wünschen sich Christine Müller und ihr Lebensgefährte Dieter Mattersdorfer, der sie unterstützt.

Christine Müller und Dieter Mattersdorfer sind mit ihrem Nachbarschaftsverein auch während des Lockdowns für andere da.
  • Christine Müller und Dieter Mattersdorfer sind mit ihrem Nachbarschaftsverein auch während des Lockdowns für andere da.
  • Foto: Berger
  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Für dieses Ziel hat der Verein von Anfang an ebenso unermüdlich wie ehrenamtlich gearbeitet. "Von offenen Cafés, bis hin zu Workshops und gemeinsamen Kinovorführungen haben wir vieles organisiert – und es kam gut an." Doch dann kam Corona und damit das Ende der Kontakte – zumindest vorerst.

Außen statt innen

Mit einem Mal verhinderten die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus alle gemeinschaftlichen Aktivitäten der hier Wohnenden. Selbst der Gemeinschaftsraum am Helene-Thimig-Weg 13 konnte plötzlich nicht mehr genutzt werden. Für das kreative Paar kein Grund, einfach aufzugeben.

"Wir haben uns gedacht, wenn keiner reinkommen darf, müssen wir rausgehen", erklären sie. So machten sie aus der Not eine Tugend und aus den Fenstern eines Community-Raumes eine Galerie. Die Nachbarn wurden ersucht, Fotos aus der Baustellenzeit einzusenden und diese wurden dann so aufgehägt, dass sie nun von außen gesehen und bestaunt werden können. "Und das nicht nur von den Bewohnern des Grätzels, sondern von allen, die hier auf der autofreien Straße spazierengehen", sagt Christine Müller. Ihr Lebensgefährte ergänzt: "Es ist schön, dass dadurch der Gedanke der Gemeinschaft transportiert wird, auch wenn man sich dabei nicht zu nahekommt."

Doch es ist mehr als nur eine Galerie. "Dank der Fotos haben wir quasi auch den Grundstein für ein Archiv zur Geschichte unserer Siedlung gelegt." Wer dazu beitragen kann und will, kann weitere Bilder auf Facebook unter "helenesdorf" hochladen oder per Mail an helenesdorf@gmail.com Kontakt aufnehmen.

Die Idee begeistert derart, dass die "Grätzel-Galerie", wie sie liebevoll genannt wird, zu einer Dauereinrichtung werden soll. "Wir planen bereits die nächste Ausstellung. Sie soll sich dem Thema 'Balkonien' widmen." Denn jede Wohnung verfügt über einen eigenen Balkon oder einen Garten, der oftmals entzückend gestaltet ist.

Als ob das noch nicht genug wäre, schmiedet man bereits weitere Pläne für die nahe Zukunft. So wird unter anderem ein offenes Bücheregal schon in Bälde der gesamten "Dorfgemeinschaft" zur Verfügung stehen.

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