Hochstraße Inzersdorf: Acht Jahre Bauzeit, jetzt soll begrünt werden

Die alte Hochstraße Inzersdorf wurde in den vergangenen Jahren vollständig abgebrochen und wieder neu aufgebaut.
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  • Foto: Asfinag
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

LIESING. Acht Jahre lang hat man an "einer der größten und komplexesten Sanierungen der vergangenen Jahre" gearbeitet. "Jetzt sind die Bauarbeiten abgeschlossen", berichtet Andreas Fromm, Geschäftsführer der Asfinag Bau. Damit ist die neue Hochstraße Inzersdorf gemeint. Sie wurde fünf Monate früher fertig als geplant.

Die Hochstraße Inzersdorf liegt zwischen der Hanssonkurve und der Südautobahn und wurde Anfang der 1970er-Jahre gebaut. Damals wurde sie für rund 45.000 Fahrzeuge pro Tag konzipiert. Heute fahren täglich mehr als 100.000 Autos über diesen Abschnitt der A23. Das hohe Verkehrsaufkommen und der große Lkw-Anteil haben der ursprünglichen Stelzenkonstruktion zugesetzt. "Eine Sanierung", heißt es von der Asfinag, "ist mit wirtschaftlich vertretbaren Mittel nicht mehr möglich gewesen." Also wurde die alte Hochstraße in den vergangenen Jahren vollständig abgebrochen und wieder aufgebaut. 

Im Sommer 2010 erfolgte der Startschuss zu Wiens umfangreichster Autobahnbaustelle. Die neue Fahrbahn hat einen durchgehenden Pannenstreifen, LED-Beleuchtung sowie Sicherheitsausrüstungen. Eine fünf Meter hohe Lärmschutzwand schützt die 4.500 direkten Anrainer vor dem Autobahnlärm. Die Fläche von 12.000 Quadratmetern Lärmschutz ist mehr als doppelt so groß wie zuvor. Nach Abschluss aller Bauarbeiten auf und rund um die Hochstraße Inzersdorf beginnt die Asfinag mit der Wiederherstellung der Grünbereiche, etwa der Wiederaufforstung im Drasche- und Johann-Benda-Park. In Summe werden insgesamt 3.600 Bäume und 5.900 Sträucher gesetzt. Die Grünen Liesing haben diesbezüglich einen Antrag im Bezirksparlament eingebracht: Für Spaziergänger, Läufer, Radfahrer und Kinder soll der Bereich unter der Brücke attraktiver gemacht werden.

Vorbild Mexiko City: Grün unter der Brücke

Die Hochstraße könnte nun auch zur Luftfilteranlage werden. Mexiko City macht es vor. Dort wurden vertikale Gärten an Brückenpfeilern und Betonwänden errichtet. Diese Gärten haben die Grünfläche der Stadt um insgesamt 40.000 Quadratmeter erweitert. Eine Bürgerinitiative hatte den Anstoß dazu gegeben. Der Effekt der Begrünung ist erstaunlich: Denn nicht nur optisch machen die grünen Brücken einiges her, auch für das Klima der Stadt sind sie ein Segen. Die grünen Pfeiler reinigen pro Jahr 27.000 Tonnen Luft. Sie nehmen Feinstaub und Schwermetalle auf und filtern diese aus der Luft. In Mexiko wurden für den Kampf gegen die Umweltverschmutzung in der Megacity mit 20 Millionen Einwohnern 700 Betonpfeiler begrünt. 

Autor:

Elisabeth Schwenter aus Penzing

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