Denkmäler in Wien
Versteckte Kunst in Liesing

Der Heilige Donatus im Engelbert-Schliemann-Park.
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  • Der Heilige Donatus im Engelbert-Schliemann-Park.
  • Foto: Rosemarie
  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Auf in den Engelbert-Schliemann-Park. Ein Spaziergang, an dessen Ziel der Heilige Donatus wartet.

WIEN/LIESING. Die Hernalserin Rosemarie ist ein echter Tausendsassa: Die Juristin studiert Kunstgeschichte und hat nebenbei noch Zeit, Denkmäler wie die Donatus-Statue in Liesing zu beschreiben. Im Rahmen ihres Studiums stieß sie auf oft übersehene Kunstwerke, die in allen Bezirken Wiens zu finden sind. "Diese werden meist nur von den Touristen gewürdigt", so die 38-Jährige. Was man gleichsam vor der Haustür stehen hat, das bemerkt man gar nicht mehr. Das will Rosemarie nun ändern.

Im Herbst vergangenen Jahres fiel ihr auf, dass die Menschen zusehends in eine "Pandemie-Lethargie" verfielen. "Dagegen wollte ich etwas unternehmen", so Rosemarie. Also sammelte sie pro Bezirk eine besondere Sehenswürdigkeit. "Die Menschen können so bei einem Spaziergang ein Denkmal in ihrem Grätzl besuchen", erklärt die Kunsthistorikerin. "Und wer weiß: Vielleicht findet man in der Nähe ein weiteres Kunstwerk, das man bislang übersehen hat", schmunzelt sie.

Gegen den Vandalismus

"Eventuell achtet man dann auch mehr auf diese Kunstwerke", ärgert sich Rosemarie über zahlreiche Vandalenakte. Um dem entgegenzuwirken, versucht sie, mehr Verständnis für die Kunstwerke zu wecken, indem sie diese erklärt und damit quasi mit Leben erfüllt.

"Dann kann man diese Denkmäler auch als Teil seiner eigenen Geschichte erkennen", hofft sie auf weniger Vandalismus. Und sie arbeitet bereits an einem kleinen Buch. "Das wäre doch interessant: Wien als Bilderbuch in 3D durch die Brille der 23 Bezirke betrachtet", so Rosemarie.

Die Donatus-Statue

Bei der Arbeit, die 23 Denkmäler zusammenzutragen, hat die Hernalserin einiges auf sich genommen: Allein vier Tage ist Rosemarie in Wien unterwegs gewesen, um sie alle aufzusuchen und abzulichten. "Das Weiße Kreuz in Ottakring musste ich lange suchen, bevor ich es gefunden habe", gibt sie freimütig zu. Im Engelbert-Schliemann-Park in Liesing hat sie den christlichen Märtyrer Donatus entdeckt.

Er ist ein Wetter- und Ernteheiliger, vieles von seinem Leben ist aber ungewiss. Nur eines ist gesichert: Sein Name kommt aus dem Lateinischen "deo natu", das "Geschenk von Gott" bedeutet. Dargestellt ist er im Barockkostüm und mit Wadenstrümpfen. Hinter seinem Fuß sieht man einen Baumstumpf, aus dem Beeren wachsen. Alle weiteren Details findet man am besten selbst heraus.

Zur Sache:


Kennen Sie Denkmäler in Ihrem Grätzl?
Mailen Sie uns an liesing.red@bezirkszeitung.at Ihr Lieblingskunstwerk mit Foto und Adresse. Oder schauen Sie auf www.meinbezirk.at/wien Dort finden Sie alle 23 Tipps.

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