12.06.2017, 11:53 Uhr

60A-Pumgasse: Warten bei Wind und Wetter

In beiden Fahrtrichtungen ist der Gehsteig bei der Haltestelle Pumgasse zu schmal für eine überdachte Busstation.

Bei der 60A-Haltestelle Pumgasse gibt es kein Wartehäuschen. Sehr zum Ärger der Öffi-Nutzer.

LIESING. Die pralle Sonne auf dem Kopf und weit und breit nichts zum Unterstellen: Das ist bei der 60A-Haltestelle in der Pumgasse leider Realität. In beiden Fahrtrichtungen gibt es weder eine Bank noch ein Wartehäuschen.

Doch die Haltestelle ist stark frequentiert, sind doch auch drei Schulen in der Nähe. Das weiß Anrainerin Gabriele O. Mit ihren schulpflichtigen Kindern ist die Liesingerin Stammgast im 60A. "Seit acht Jahren bin ich an dieser Haltestelle jedem Wind und Wetter ausgesetzt", sagt sie. O. hat nach eigenen Angaben schon zweimal ein Magistrat informiert, doch immer hätte es eine Ausrede gegeben. "Es ist eben wirklich schlimm, weil es hier keinen Schutz gibt", sagt sie. Für ältere Personen sei dies ganz besonders arg.

Doch der Gehsteig in der Pumgasse ist auf beiden Seiten sehr schmal. Das weiß O., und das ist auch das Hauptargument der zuständigen Gewista. „Das Errichten von Wartehallen bei der Station Pumgasse des 60A ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten leider nicht möglich. Der Mindestabstand von 1,5 Meter von der Wartehalle zur Gehsteigkante kann nicht eingehalten werden“, sagt der zuständige Pressesprecher.

Kein Platz für Kinderwägen

Die Wiener Linien blasen in dasselbe Horn: "Zwischen dem Wartehäuschen und der Gehsteigkante wäre für Fahrgäste mit Kinderwägen oder im Rollstuhl nicht mehr genügend Platz", sagt Pressesprecher Daniel Aman. Der Vorschlag von Gabriele O.: "Ein schmales Häuschen würde es schon tun." Und wenn nicht direkt bei der Haltestelle, dann vis-a-vis an der Ecke Pumgasse/Elisenstraße. Doch ein nicht direkt an der Haltestelle errichtetes Wartehäuschen ist problematisch. "Das müsste man im Detail prüfen", sagt Wolfgang Ermischer von der Bezirksvorstehung. In der Vergangenheit hätten sich solche Lösungen allerdings als nicht zielführend erwiesen. Der Busfahrer müsse schließlich auf Anhieb wissen, ob jemand auf ihn wartet oder nicht.
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