11.10.2017, 15:51 Uhr

Kalksburger Torbögen: Lösung mit Sensor wird geprüft

Das kann auch nicht Sinne der Sache sein: Im Sommer wurde die Höhenkontrolle einfach aufgewickelt. (Foto: Schmid)

FPÖ, ÖVP und Neos sprechen sich für eine sensorgesteuerte Ampel bei den Kalksburger Torbögen aus.

LEOPOLDSTADT.  Die Geschichte um die Höhenkontrolle vor den Kalksburger Torbögen geht in die nächste Runde. In der vergangenen Bezirksvertretungsstitzung wurde das Thema mit einem gemeinsamen Antrag von FPÖ, ÖVP und Neos wieder aufgerollt. Die Forderung? Eine sensorgesteuerte Ampel kombiniert mit einem "Rotlichtblitzer" müsse installiert werden. Das heißt, ein zu hohes Fahrzeug löst den Sensor aus, woraufhin die Ampel auf Rot schaltet. Sollte das Fahrzeug dennoch weiterfahren, würden die Fahrzeugdaten mit einem Foto erfasst. Denn: "Die derzeitige Höhenkon-trolle ist nutzlos. Sie wurde bereits mehrmals aufgerollt bzw. werden die Torbögen einfach falsch durchfahren", sagt Silvia Forstner (FPÖ). Man hoffe mit der sensorgesteuerten Videoüberwachung auf eine langfristige Lösung. "Jetzt sind die Experten am Zug", so Forstner. Der Antrag wurde der Verkehrskommission zur weiteren Diskussion zugewiesen.

Was sich in der Theorie allerdings gut anhört, zieht in der praktischen Umsetzung eine Reihe von Problemen nach sich. Derzeit ist vor den Torbögen auch eine Videokamera installiert, die durch die Kette der Höhenkontrolle ausgelöst wird. Die Daten der weiterfahrenden Fahrzeuge werden damit erfasst, die Lenker angezeigt. Allerdings nicht nach der StVO, sondern wegen Sachbeschädigung. Im Rahmen der StVO dürfen Fahrzeuglenker nämlich nur in zwei Fällen fotografiert werden: beim Überfahren eines Rotlichts und bei überhöhter Geschwindigkeit. "Derzeit gibt es ca. 20 Verfahren, die die Stadt gegen die Sachbeschädiger führt", sagt Wolfgang Ermischer von der Bezirksvorstehung. Anzeigen nach der StVO wären wesentlich einfacher zu handhaben.

Allerdings hat die Sache für Ermischer einen Haken: Wie die Ampel von Rot wieder auf Grün geschalten werden soll, ist nicht ganz klar. "Da müsste man bei jedem Vorfall die Polizei hinschicken." Und das sei auch nicht Sinn der Sache. Die Verkehrskommission nimmt sich der Höhenkontrolle jetzt an und prüft eine mögliche Lösung. 
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