Pilates
Im Einklang mit Körper und Geist

Trainiert werden vor allem die tiefliegenden, kleinen Muskelgruppen, das sorgt für eine gesunde Körperhaltung.
  • Trainiert werden vor allem die tiefliegenden, kleinen Muskelgruppen, das sorgt für eine gesunde Körperhaltung.
  • Foto: Caro Mico
  • hochgeladen von Alexandra Mattarollo

Das ganzheitliche Körpertraining zur Kräftigung der Muskulatur erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit.

Vor rund 100 Jahren entwickelte Joseph Pilates ein nach ihm benanntes Ganzkörpertraining, das heute aus den Fitnessstudios nicht mehr wegzudenken ist. Dem gebürtigen Deutschen wird nachgesagt, dass er als kleiner Junge an Rachitis und Asthma litt, welhalb er schon früh durch Sport versuchte, sowohl Körper als auch Geist zu stärken. Aus unterschiedlichen Sport- und Bewegungsarten entwickelte er eine neue Trainingsmethode, die durch ihre Einzigartigkeit in Fitness-Kreisen rasch begeisterte. Heutzutage praktizieren weltweit über zwölf Millionen Menschen regelmäßig das systematische Fitnesstraining mit gymnastischen Übungen. Doch was ist das Besondere an Pilates? Die WOCHE hat mit der Pilateslehrerin Simone Feuerle-Steindacher darüber gesprochen.

Was macht Pilates aus?
SIMONE FEUERLE-STEINDACHER: Zum einen ist es die Verbindung zwischen Körper und Geist, die beim Trainieren entsteht. Durch die spezielle Atemtechnik kommt man rasch in seiner eigenen Mitte an, der Alltagsstress bleibt vor der Türe. Joseph Pilates fasste in seiner Trainingsmethode die Einflüsse verschiedenster Sportrichtungen zusammen. Er war Boxer, machte viel Gymnastik, beschäftigte sich aber auch mit Yoga und Zen-Meditation – es ist also ein Zusammenspiel vieler unterschiedlichster Sportarten. Für ihn war aber auch die Vermittlung eines gesunden Lebensstils wichtig: eine gesunde Ernährung, Bewegung an der frischen Luft und genügend Schlaf – das alles führt dazu, dass man sich nach nur kurzer Zeit wie ein neuer Mensch fühlt. Aber Vorsicht: „Pilates“ ist kein geschützter Begriff, eine einheitlich festgeschriebene Ausbildung fehlt. Deshalb gibt es weltweit viele unterschiedlich arbeitende Pilatestrainer.

Für wen ist Pilates geeignet?
Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen. Muskel- und Skeletterkrankungen sind der zweithäufigste Grund für Krankenstände. Pilates setzt hier an – präventiv und als Rehabilitation mit Langzeitwirkung. Trainiert wird zudem der Beckenboden, der bei Frauen schwächer ist als bei Männern. Das hat nicht nur damit zu tun, dass wir Kinder gebären, sondern wird auch durch eine schlechte Haltung begünstigt. Inkontinenz kann die Folge daraus sein. Pilates ist auch für unsportliche Personen geeignet, da das Training dort ansetzt, wo der Körper gerade steht. Spitzensportler profitieren von dieser ganzheitlichen Methode wie auch Tänzer, da auf den Aufbau der Muskulatur in der Körpermitte ein besonderes Augenmerk gelegt wird.

Wie wird bei Pilates trainiert?

Bei Pilates wird mit tiefer Atmung und fließenden, ruhigen Bewegungen gearbeitet. Anspannung und Entspannung gehen Hand in Hand. Es geht nicht um Höhen, Weiten, Längen, sondern immer darum, dass es mir selbst gut dabei geht. Die Kraft vom sogenannten „Powerhouse“ – damit sind jene Muskelgruppen gemeint, die gemeinsam das starke Zentrum bilden – hilft aber nicht nur, sich in anderen Sportarten zu verbessern, sondern auch bei alltäglichen Herausforderungen. Wer also nicht Pilates macht, ist selber schuld.

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