Briefmarken werden nur getauscht, nicht verkauft

Erich Kriechbaum, Josef Bacher und Günther Schlögl (v. l.) bewahren ihre Briefmarken-Sammlungen zuhause auf.
  • Erich Kriechbaum, Josef Bacher und Günther Schlögl (v. l.) bewahren ihre Briefmarken-Sammlungen zuhause auf.
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Die erste Briefmarke wurde 1840 in Großbritannien ausgegeben. Zwanzig Jahre später erschienen die ersten Briefmarkenalben der Welt. Seit dieser Zeit werden Fachzeitschriften veröffentlicht und es bildeten sich erste Sammlerbewegungen. Der ABSV Rottenmann ist eine davon.
Der Verein wurde im Jahr 1949 in Rottenmann gegründet und ist bis heute aktiv. "In der damaligen Zeit waren Briefmarken ein sehr aktuelles Thema", berichtet Obmann Josef Bacher. Zur besten Zeit betrug die Mitgliederzahl 200, heute sind es 35. Diese teilen sich auf Rottenmann und die umliegenden Gemeinden auf. Bacher sammelt seit 1954 leidenschaftlich Briefmarken. Mittlerweile hat er 130 Tauschpartner auf der ganzen Welt, Kontakt wird per Brief aufgenommen. "Es wird nur getauscht, nicht verkauft. Aber in dieser Hinsicht haben wir es in Österreich auch einfach, schließlich haben wir so ziemlich die schönsten und beliebtesten Briefmarken weltweit", erzählt Bacher.

Weltweite Markensammlung

Erich Kriechbaum ist Schriftführer des Vereins und erklärt, warum das Sammeln für ihn so einen großen Stellenwert einnimmt. "Sinn ist es, keine Briefmarken zu kaufen, sondern zu sammeln. Denn so freust du dich mehr, wenn du genau diese eine Marke brauchst und mit jemandem tauschen kannst". Insgesamt bewahrt Kriechbaum Briefmarken aus etwa 160 Ländern bei sich zu Hause auf.
Die Österreichische Post bringt weiterhin neue Briefmarken heraus. Falls jemand lieber individuelle Marken haben möchte, so können auch diese angeschafft werden. Günther Schlögl ist Kassier-Stellvertreter und besitzt neben unzähligen Sammlungen auch persönlich angefertigte Briefmarken. "Die einzige offizielle Briefmarke von Rottenmann ist 1979 herausgebracht worden. Das war zum 700-jährigen Jubiläum der Stadt", sagt Schlögl.
In einem Punkt sind sich alle drei einig: "Briefmarken wird es immer geben". Auch wenn in der heutigen Zeit den Briefmarken nicht mehr die große Bedeutung vergangener Tage zukommt, leidenschaftliche Sammler wird es auch weiterhin geben.
Zweimal im Jahr veranstaltet der ABSV Rottenmann Ausstellungen, die für jedermann frei zugänglich sind. Die nächsten Ausstellungen finden am 25. und 26. November beim Rottenmanner Weihnachtsmarkt statt.

Regelmäßige Treffen
Der ABSV Rottenmann veranstaltet jeden ersten Dienstag im Monat einen Tauschabend im Gasthof Schaupensteiner. Ab 18 Uhr können Interessierte Fragen stellen, Sammlungen schätzen lassen oder einfach nur in ausgewählten Sammlungen schmökern. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen.

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