Bezirk Liezen
224 weiße Kreuze sollen Verkehrsteilnehmer sensibilisieren

Auf 27 Freilandstraßen im Bezirk Liezen passierten in den letzten beiden Jahrzehnten tödliche Unfälle.
  • Auf 27 Freilandstraßen im Bezirk Liezen passierten in den letzten beiden Jahrzehnten tödliche Unfälle.
  • Foto: Schneeberger
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Im Bezirk Liezen sind in den vergangenen 20 Jahren 224 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Freilandstraßen getötet worden. Das entspricht fast einem Fünftel aller in der Steiermark getöteten Verkehrsteilnehmer.

Insgesamt werden bis zum 15. November 1.147 weiße Kreuze auf steirischen Freilandstraßen zu sehen sein. Jedes einzelne Kreuz symbolisiert dabei einen tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer in den letzten 20 Jahren. "Die weißen Kreuze sind eine Mahnung an alle Verkehrsteilnehmer und sollen für die Gefahren auf der Straße sensibilisieren", betont Maria Knauer-Lukas, Leiterin der steirischen Verkehrssicherheit.

Kontinuierlicher Rückgang

Von den 1.147 Kreuzen in der gesamten Steiermark entfallen knapp 20 Prozent auf den Bezirk Liezen. Auf 27 unterschiedlichen Freilandstraßen sind in den vergangenen beiden Jahrzehnten 224 tödliche Unfälle im Bezirk Liezen passiert. Den traurigen "Höhepunkt" markiert das Jahr 2003: Damals sind 23 Menschen auf den Bundes- und Landesstraßen ums Leben gekommen. Den Tiefstwert stellt das Coronajahr 2020 mit fünf Todesfällen dar.
Generell lässt sich sagen, "seit 2004 konnte auch im Bezirk Liezen ein kontinuierlicher Rückgang bei den Getöteten erreicht werden", informiert Knauer-Lukas und fügt hinzu: "Fakt ist auch, dass die Unfallrate auf der B 320 verglichen mit den anderen Straßenzügen derselben Straßenkategorie unterdurchschnittlich ist." Als Unfallrate wird die Anzahl der Unfälle pro Jahr bezeichnet – auf Verkehrsstärke und Straßenlänge bezogen.

Sorgen die weißen Kreuze für mehr Vorsicht im Straßenverkehr?

Steigendes Bewusstsein

Bereits in den Jahren 2009, 2011 und 2020 wurden weiße Kreuze an allen steirischen Freilandstraßen aufgestellt. Damals wies die Aktion ausschließlich auf getötete Motorradfahrer hin, heuer wurde die Aktion auf alle tödlichen Verkehrsunfälle ausgedehnt.
"Diese durchaus drastische Aktion sorgt für großes Echo, vor allem auch deshalb, weil sie konkret vor Augen führt, was passieren kann und wie es ausgehen kann. Wir hoffen, dass dadurch ein Umdenken stattfindet und mehr Vorsicht auf der Straße ins Bewusstsein rückt", berichtet Maria Knauer-Lukas abschließend.

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