Tierisches Ennstal
Alpakas: von den Anden in das Ennstal

Schlitzohr: Während sich zwei Lamas fürs Foto in Szene setzen, nutzt das Alpaka die Chance, um Futter zu klauen.
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  • Schlitzohr: Während sich zwei Lamas fürs Foto in Szene setzen, nutzt das Alpaka die Chance, um Futter zu klauen.
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Sie kommen zwar ursprünglich aus den Anden, mittlerweile sind sie aber auch aus unseren Gefilden nicht mehr wegzudenken: Alpakas haben längst die Herzen der Steirer erobert. Wanderungen mit den Herdentieren werden immer beliebter, auf den zahlreichen Ranches in der Umgebung kann man den Tieren sehr nahe kommen. Alpakas werden gerne als Hobby- und Freizeittiere, aber auch für die Zucht herangezogen. Mittlerweile werden sie auch in der tiergestützten Therapie sehr gerne eingesetzt. Ein großer Vorteil: Gegenüber Kindern verhalten sie sich äußerst geduldig und vorsichtig.

Einmalige Wolle

Früher wurde die spezielle Wolle der Tiere hauptsächlich in Südamerika wertgeschätzt, jetzt ist man auch in Europa auf den Geschmack gekommen. Das Besondere: Kein Fasertier hat auch nur annähernd so viele unterschiedliche Farben und Farbschattierungen. Die Alpakafaser ist ungewöhnlich stark und widerstandsfähig, gleichzeitig aber auch weich und geschmeidig. Heute werden zahlreiche Produkte aus der Wolle – von Pullovern über Schals bis hin zu Socken – hergestellt. In der Regel werden die Tiere einmal im Jahr geschoren. Erst dann kann die Rohwolle zu hochwertigem Alpakagarn verarbeitet werden.

Soziale Tiere

Bleibt noch die Frage zu klären, ob Alpakas, wie die artverwandten Lamas, auch spucken. Die Antwort lautet: ja. Sie spucken aber nur äußerst selten gegen Menschen, am ehesten dann, wenn es um die Rangordnung oder das Futter geht. Das Alpaka, übrigens Trendtier 2018, ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende Kamelform. Gezüchtet wird sie vorwiegend wegen ihrer Wolle.
In Europa werden die Pflanzenfresser, die sehr sozial sind, aufgrund ihres friedlichen Charakters auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Die Züchter legen darauf Wert, dass die Tiere nicht als Kuscheltiere angesehen werden.

Lama oder Alpaka?

Man kann sich manchmal schon schwer tun, Lamas und Alpakas zu unterscheiden. Bei der Größe gibt es aber zum Beispiel Differenzen: So beträgt die Widerristhöhe von Lamas bis zu 120 Zentimeter, jene von Alpakas maximal 100 Zentimeter.

Wollig warm durch den Winter

Der kühle Frost begrüßt uns frühmorgens und ein kalter Schauer durchfährt die müden Glieder. Die Tage werden kürzer und der Winter zieht mit raschen Schritten ins Land. Es ist Zeit, wieder in warme Wollsocken zu schlüpfen und sich in eine kuschelige Strickjacke einzumummen.
Mit Wolle kann so schnell keine andere Faser mithalten. Vor allem synthetische Stoffe neigen aufgrund ihrer Zusammensetzung zu unangenehmen Gerüchen und können bei empfindlichen Personen sogar zu Hautreizungen führen.

Hochwertige Wolle

Insbesondere Alpakawolle eignet sich speziell für Allergiker und Neurodermitiker, da in den Fasern kein Lanolin enthalten ist. Gewonnen wird die Wolle einmal jährlich beim Scheren der Alpakas. Anschließend kommt die Naturfaser zur Qualitätskontrolle und findet ihre Bestimmung je nachdem als Kleidung, in Decken oder als Langzeitdünger für den Garten. Die Wertigkeit der Wolle spiegelt sich in der Haltung der Tiere wider – je gesünder und wohler sich die Alpakas fühlen, desto hochwertiger entwickelt sich ihr Fell.

Ennstal Lamm

Die im Frühjahr geborenen Lämmer werden gemeinsam mit den Mutterschafen von Mai bis September auf Weiden beziehungsweise Almen gehalten. Winterlämmer, das sind Lämmer, die im Herbst geboren werden, werden mit den Mutterschafen im Laufstall gehalten, wo ihnen ein gesonderter Lämmerschlupf mit Lämmerkorn zur Verfügung steht.
Die Lämmer werden vom Mutterschaf gesäugt, bis sie mit zwei bis drei Wochen selbstständig Futter aufnehmen können. Im Sommer werden die Tiere zum Großteil auf Weiden und Almen gehalten und ernähren sich von frischen Gräsern und Kräutern.
In den Wintermonaten, in denen die Tiere im Laufstall gehalten werden, werden sie mit betriebseigenem Grundfutter und einer Getreidemischung gefüttert. Salzlecksteine und Mineralstoffmischungen versorgen die Tiere mit notwendigen anorganischen Substanzen.

Qualität, die schmeckt

Die Lämmer werden bereits vor ihrer Geschlechtsreife, durchschnittlich im Alter von vier bis sechs Monaten und einem Gewicht von rund 40 bis 45 Kilogramm, geschlachtet. Der kurze Transportweg zum Schlachthof und die fachgerechte Schlachtung in stressfreier Umgebung wirken sich positiv auf die Fleischqualität, die Fleischkonsistenz, die Reifung und die Haltbarkeit sowie das Bratverhalten aus.

Ziegen im Ennstal

Die Ziege stammt aus der Gattung der Hornträger, sie sind Wiederkäuer und Paarhufer. Ziegen sind vorwiegend in gebirgigen Regionen in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet. Zu dieser Art zählen unter anderem die Wild- sowie die daraus domestizierte Hausziege und die verschiedenen Arten der Steinböcke. In der Welt der Ziegen spielt die Hierarchie eine bedeutende Rolle. Die Weibchen leben mit ihrem Nachwuchs oft in Gruppen, die Männchen leben während des größten Teils des Jahres einzelgängerisch oder bilden Junggesellengruppen. Zur Paarungszeit schließen sich die Böcke den Weibchengruppen an und versuchen, durch teils heftige Kämpfe untereinander das Paarungsvorrecht zu erringen.
Die Produkte der Ziegen sind bei uns sehr gefragt: Milch, Käse, Topfen, Joghurt, Frischkäse, Fleisch, Leberpastete, Hartwürstel oder Schinken.

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WOCHE Ennstal aus Liezen

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