Ein „Planungsbauchfleck“ mit Beigeschmack

Trotz Umplanung bleibt die „Weidendom-Kreuzung“ ein neuralgischer Punkt.
  • Trotz Umplanung bleibt die „Weidendom-Kreuzung“ ein neuralgischer Punkt.
  • Foto: Zniebacher
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Die geplante Verengung der Kreuzung nach Johnsbach sorgte für Aufregung. Nun fand ein Lokalaugenschein mit Auswirkungen statt.

Vor dem Weidendom im Nationalpark Gesäuse (Gesäusebundesstraße) zweigt in einer großzügig angelegten Einfahrtstrompete die Landesstraße nach Johnsbach ab. Der jahrelang gestellten Forderung der Nationalparkleitung nach mehr Sicherheit für die Fußgänger sollte nun mit einer Verengung der Landesstraße im Kreuzungsbereich Rechnung getragen werden.

Für Johnsbachs Bevölkerung, Bürgermeister Ludwig Wolf und LAbg. Odo Wöhry war jedoch die Sinnhaftigkeit dieser Verkehrslösung nicht erkennbar. Völlig überrascht vom Baubeginn, (alarmiert am 17. Juni 2011 von aufmerksamen Bürgern) wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit die angedachte Variante nicht realisiert wird.

Reinhard Präsoll von der Baubezirksleitung, verhängte einen Baustopp und rief kurzfristig für den 22. Juni 2011 einen Lokalaugenschein ein. Dieser endete, zumindest für die Johnsbacher, zufriedenstellend. Bürgermeister Ludwig Wolf: „Die Einfahrt von Admont nach Johnsbach wird nun nicht verändert. Auf der anderen Seite wird es eine Änderung geben, damit ein neuer Busparkplatz gestaltet werden und damit die Haltestellensituation verbessert werden kann. Mit diesem Kompromiss sind wir sehr zufrieden“. Reinhard Präsoll erklärte: „Es ist anscheinend beim Anzeichnen an der Admonter Seite eine Abweichung vom Bauplan passiert. Wie das geschehen konnte, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Wir werden die Schnitte im Asphalt nun wieder auffüllen und mit neuen Bodenmarkierungen die Straße einengen“.

Der Geschäftsführer des Nationalparks, Werner Franek zeigt sich auch mit der neuen Lösungsvariante zufrieden: „Alle Lösungen sind gut, die zur Sicherheit für unsere Besucher beitragen“. Odo Wöhry sagt: „Ich bin sehr froh, dass man den Kreuzungsbereich jetzt so plant, dass die Gefährdung für alle Verkehrsteilnehmer minimiert wird. Aus meiner Sicht müsste jedoch auch der gesamte Gefahrenbereich an der Ostausfahrt des Tunnels umgeplant werden“.

„Es bleibt der bittere Beigeschmack, dass der Nationalpark zwar Straßenprojekte finanziert, aber sich der Mitfinanzierung von wichtigen Tourismusprojekten verweigert. Dies rechtfertigt einmal mehr die Forderung der Region nach einem regionalen Vertreter in der Nationalparkgesellschaft. Mit einem solchen wäre ein derartiger „Planungsbauchfleck“ nie passiert“, so Odo Wöhry weiter.

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