Ennstaler startet Klima-Offensive

Ein Projekt von Ernst W. Schrempf soll ein Umdenken zum Thema ‚Wortwahl zum Klimaschutz‘ bringen.
  • Ein Projekt von Ernst W. Schrempf soll ein Umdenken zum Thema ‚Wortwahl zum Klimaschutz‘ bringen.
  • Foto: Schrempf
  • hochgeladen von Roland Schweiger
Bringt eine andere Wortwahl zum Thema Klimaschutz ein Umdenken?

Ernst Walter Schrempf aus der Gemeinde Michaelerberg-Pruggern sieht sich als kommunaler Klimaschutzbeauftragter, Referent und "Enkelschutz-Lobbyist".

Die Kraft des Wortes

Er war auch zuständig als Initiator für den Ausruf des "Klimanotstandes" in seiner Gemeinde, was seitens einiger Wirtschaftskammer-Vertreter für Aufregung sorgte. Sie wollten den Urlaubsort Michaelerberg-Pruggern nicht mit dem Wort "Notstand" in Verbindung bringen und meinten, dies wäre schädigend für den Tourismus. Und genau in diese Kerbe, nämlich die Kraft des Wortes, schlägt Ernst Schrempf mit seiner neuen Aktion. Er glaubt, in den Worten "Klimakrise", "Klimakatastrophe" und "Klimawandel" steckt eine Botschaft, die die Menschheit nicht zum Handeln und Umdenken bringt. „‚Klimakrise‘ – jede Krise vergeht, wir haben noch alle Krisen überstanden, sogar Ehe-, Finanz- Staats- oder Wirtschaftskrisen. Oder das Wort ‚Klimakatastrophe‘ – auch wenn es dabei noch so viele Tote gibt, nach dem Schuttwegräumen oder spätestens in der nächsten Generation ist jede Katastrophe (Kriege) wieder vergessen“, ist Ernst Schrempf überzeugt.

Positive Wörter

Und weiter: "Die von der Politik und fossilenergienahem Journalismus bewusst oder aus Unkenntnis verwendeten Begriffe ‚Klimawandel‘, ‚Klimakatastrophe‘ oder ‚Klimakrise‘ sind nämlich ‚neurolinguistisch positiv besetzte Wörter‘. Sie bewirken, wie wir an den nüchternen Zahlen, bzw. am Verhalten der Menschen, feststellen, keine oder nur viel zu geringe nachhaltige klimaschützende Reaktionen. Der Grund ist, dass über Generationen eingeprägte Begriffs-Denkmuster den Menschen suggerieren, dass das ‚Klimaproblem‘ ein überwindbares Ereignis ist. Menschen brauchen also nur ‚abzuwarten'", sagt Ernst Schrempf.

Gemessene Klimaerhitzung

Die „Ennstaler Offensive Klimaschutz“ ist weltweit ein bisher einzigartiger Versuch, durch eine bewusst eingesetzte Wortwahl auf breiter Ebene den Klimaschutz-Gedanken zu festigen. Mit den regionalen Medien im Ennstal will Ernst Schrempf nun starten, um auf das Thema "Wortwahl" aufmerksam zu machen. Er ruft Politik und Medien auf, die richtige Bezeichnung „Klimaerhitzung“ zu verwenden.
"Es ist unsere höchste Pflicht und Fürsorge, die Lebensgrundlagen unserer Nachkommen zu schützen, denn sie können sich selbst nicht wehren. Wir sind die letzte Generation, die noch etwas für sie tun kann. Tun wir es jetzt, denn später ist es für sie zu spät", ist Ernst Schrempf überzeugt. Eine großangelegte Veröffentlichung eines Berichtes über die "Ennstaler Offensive Klimaschutz" über Agenturen APA, dpa und SDA (CH) ist für Anfang August angedacht.

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