Für das Gesäuse soll jetzt eine Verkehrslösung her

Im Gesäuse regt sich immer mehr Widerstand gegen das hohe Verkehrsaufkommen sowie gegen das Parken direkt am Straßenrand.
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  • Foto: Stefan Leitner_Gesaeuse
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Der Verkehr im Gesäuse nahm in den letzten Jahren stetig zu. Entscheidungsträger aus der Region fordern nun eine Lösung.

An der B146 ist der zunehmende Verkehr seit Jahren ein Thema: An Werktagen nehmen LKW die Strecke als Ausweichroute, im Sommer und an den Wochenenden kommt der Freizeitverkehr mit Motorradfahrern, Bussen, PKW-Tagestouristen und Radfahrern hinzu. Der Nationalpark tritt nun für ein Fahrverbot für LKW und Motorräder, ein Tempolimit von 70 km/h und ein gefahrloses Passieren auf der Gesäuse-Bundesstraße für Radfahrer und Fußgänger ein.
Im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen wiederum findet man eine ähnliche Situation an der Salza vor. Dort parken zahlreiche Tagestouristen ihre Autos neben den Einstiegsstellen für Kajak und Raftingboote. Gleichzeitig dröhnen die Motorräder um die kurvenreichen Straßen.

Naturschutz vor Tourismus

„Als Tourismusregion unterstützen wir die Positionen des Nationalparks und Naturparks zu 100 Prozent. Da sind wir als Region eher atypisch für den österreichischen Tourismus, denn bei uns geben die Naturschutzorganisationen die Werte vor“, erklärt Tourismus-Chef David Osebik. „Der Nationalpark ist in diesem Sinne unsere Kathedrale, die internationale Strahlkraft hat und die wir wie ein Kulturgut erhalten wollen. Es würde ja auch keiner auf die Idee kommen im Petersdom zu grölen“, erläutert er weiter.
Im Vordergrund steht die Erlebnisqualität für Einheimische und Gäste. Dabei sind vor allem Tagestouristen eine Herausforderung, was man auch nur zu gut an Destinationen wie Hallstatt oder Venedig sieht. „Wir haben rund 3.000 Gästebetten auf ein Prozent der Staatsfläche Österreichs. Wir haben kein Tourismusproblem, sondern ein Tagesgastproblem“, stellt Osebik fest. Wären nur die Nächtigungsgäste in der Region unterwegs, gäbe es kein Frequenzproblem in der Region.

Comeback der Öffis?

Zusätzlich braucht es nach Ansicht des Tourismusverbandes eine gezielte Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Herauszustreichen dabei ist der Wiederaufbau des ausgedünnten öffentlichen Verkehrs und die gezielte Adaptierung der Verkehrswege auf sanfte Mobilitätsformen – insbesondere dem Radfahren.
Im ländlichen Raum gibt es schlicht nicht genügend öffentliche Alternativen. In den letzten Jahren fand außerdem eine stetige Ausdünnung des öffentlichen Verkehrs statt, wobei Nationalpark und Tourismusverband durch das selbst finanzierte Gesäuse-Sammeltaxi versucht haben dem gegenzuwirken. David Osebik dazu: „Eine öffentliche Infrastruktur mit zufriedenen Einheimischen, Urlaubern und Verkehrsteilnehmern ist das Ziel.“

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