Linz gestand am dritten Prozesstag

Am Montag dieser Woche sagte Wolfgang Auer-Welsbach in Leoben aus; Hans Linz (li.) legte ein Geständnis ab.
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  • hochgeladen von Redaktion Liezen

Paukenschläge im Prozess gegen Hans Linz: Erst wurde er in U-Haft genommen, dann bekannte er sich schuldig in den Punkten schwerer Betrug und betrügerische Krida.

Es war die Überraschung am dritten Prozesstag: Zu Verhandungsbeginn verlas der Angeklagte Hans Linz sein Geständnis von einem Zettel ab. Daraufhin wurden noch einmal detailliert alle Anklagepunkte, inklusive der erhöhten Schadenssume von 35 Millionen Euro verlesen, und Linz bestätigte diese vollinhaltlich mit einem knappen: „Jawohl, ich habe diese Taten begangen.“

Er bekannte sich jedoch nicht schuldig im Falle der laut Anklage seinem Neffen Roland Linz zugeschanzten 40.000 Euro – richtig sei aber, dass er seiner minderjährigen T ochter ein Reihenhaus im Wert von 189.000 Euro geschenkt habe, als er bemerkte, dass das AvW-Konglomerat den Bach hinunter gehe.

Dem DSV hat er zwölf Millionen Euro ohne entsprechende Gegenleistung überlassen: „Ich dachte, das ist in Ordnung, da ein Anwalt des Vereines den Vertrag aufgesetzt hat“, so Linz. Hinzu kamen auch noch die abgetretetenen Tranfserrechte für diverse Spieler. „Sie haben locker auf insgesamt 16,6 Millionen Euro gegenüber dem DSV verzichtet“, so die Richterin. „Das ist richtig“, hält sich Linz kurz.

Richterin Sabine Anzenberger wollte wissen, wo denn die Millionen geblieben seien, die von Gutachter Fritz Kleiner nirgends gefunden werden konnten. Linz erklärte daraufhin, dass im Oktober 2008 davon nichts mehr übrig gewesen sei, weshalb er auf seine 12.000 Genussscheine, die bei Wolfgang Auer-Welsbach in einem Depot gelagert hätten sein sollen, zugreifen wollte; diese Zertiftikate sind aber bis heute noch nicht aufgetaucht. Der als Zeuge geladene Auer-Welsbach bestritt auch, dass es diese Scheine je gegeben hätte: „Da hätte ich ihm ja 200 Millionen Schilling geschenkt.“ Zum Abschluss erkärte Linz noch, dass ihm alles leid tue. Das könnte für ihn ein milderers Urteil bedeuten.

Das Geständnis vom Montag folgte einem Wochenende, das Linz hinter Gittern verbringen musste. Am zweiten Prozesstag wurde er direkt im Gerichtssaal verhaftet. Aufgrund von Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr war die Untersuchungshaft über ihn verhängt worden.

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