Mit einem "Zeitpolster" lässt es sich gut leben

Das Ausseerland "Zeitpolster"-Team: Felicitas Eltz, Gabi Leditznig, Ursula Rastl, Angelika Loitzl, Ruth Werfer-Wüllenweber, Sabine Gaisberger, Claudia Steinbrecher, Coco Kammerer, Elisabeth Pichler.
  • Das Ausseerland "Zeitpolster"-Team: Felicitas Eltz, Gabi Leditznig, Ursula Rastl, Angelika Loitzl, Ruth Werfer-Wüllenweber, Sabine Gaisberger, Claudia Steinbrecher, Coco Kammerer, Elisabeth Pichler.
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  • hochgeladen von Roland Schweiger

Was früher ganz selbstverständlich war, ist in den letzten Jahren leider Schritt für Schritt verkommen. Die Rede ist von der Nachbarschaftshilfe. Besonders am Land war dies immer ein großes Thema und ist alltäglich gewesen. Jedoch – die Zeiten haben sich geändert und so muss ein Projekt den Nachbarschaftshilfegedanken wieder bestärken. Die Organisation "Zeitpolster" unterstützt freiwilliges Engagement und nachbarschaftliche Hilfe.

Japan als Ideengeber

Die Grundidee dazu stammt aus Japan, über Vorarlberg wurde das Projekt auch in Österreich etabliert. Alle Helfer sind selbstorganisiert, freiwillig tätig und erhalten somit keine Vorgaben, wie Leistungen erbracht werden sollen. Generell haben alle, die Hilfe benötigen, das Recht, diese Leistungen in Anspruch zu nehmen, wobei ältere Menschen, Familien mit Kindern und Personen, die einen Angehörigen pflegen, im Fokus stehen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme einer Leistung ist die Registrierung bei der Zeitpolster-Organisation oder der Besitz von Zeitpolster-Gutscheinen.

Zeitpolster Ausseerland

Die beiden Damen Coco Kammerer und Elisabeth Pichler haben nun auch im Ausseerland die "Zeitpolster"-Idee aufgenommen und mit einem neunköpfigen Team gestartet. Wer Zeit hat und gerne hilfsbereit ist, hilft älteren Menschen oder Familien mit verschiedensten einfachen Unterstützungsleistungen, die den Alltag leichter machen. Fahrdienste und Begleitungen, einkaufen, administrative Hilfe, wie zum Beispiel Post erledigen, Formulare ausfüllen, Hilfe beim PC und vieles mehr.
Auch Haushaltsarbeiten, Freizeitaktivitäten, handwerkliche Hilfe, Kinderbetreuung im Krankheitsfall von Kindern, wenn die Eltern berufstätig sind oder Freiräume schaffen für pflegende Angehörige, sind ein paar Beispiele für mögliche Hilfestellungen in Ausnahmesituationen. Das Team von "Zeitpolster" ersetzt natürlich keine Krankenpfleger und keinen Arzt sowie keine persönlichen Dienstleister oder Handwerker. Sollten diese jedoch erforderlich sein, bemüht sich das Team auch, das passende Angebot zu finden. Gleichzeitig bekommen die Helfer ihre geleisteten Stunden auf einem Zeitkonto gutgeschrieben. Sie nehmen kein Geld an, sondern sie sammeln Zeit für Hilfeleistungen, die sie selbst für ihre späteren Jahre benötigen.

Mitwirkende gesucht

Wer Hilfe in Anspruch nimmt, zahlt 8 Euro pro geleisteter Stunde, die für die Organisation des Netzwerks, einen Notfallfonds und für Steuern und Versicherungen aufgewendet werden. Das Organisationsteam bietet selbst Betreuungsleistungen an, freut sich über jeden neuen Mitstreiter und will Schritt für Schritt das Netzwerk ausbauen. Wer nun Interesse hat, mitwirken und mithelfen oder auch das Projekt in Anspruch nehmen will, ruft Tel. 0664 88720760 oder wirft einen Blick auf www.zeitpolster.com.

Autor:

Roland Schweiger aus Liezen

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