Nicht alles Gute kommt von oben

An dieser Stelle im Gesäuse kam es vor kurzem zu einem gefährlichen Zwischenfall.
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  • hochgeladen von Christoph Hofer

Im Gesäuse kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Steine und sogar Baumstämme knallen auf die Fahrbahn.

Bei uns gehen jährlich zahlreiche Anrufe ein, dass Geröll oder Bäume auf der Straße liegen und immer wieder kommt es dadurch zu Unfällen, so Raimund Sulzbacher von der Polizei Admont. So wie auch in der vergangenen Woche, als sich Günther Aster mit seinem Bus um 6.30 Uhr morgens auf dem Weg zur Arbeit von Landl in Richtung Liezen befand.
"Ich bin hinter einem PKW gefahren, auf einmal hat es einen "Tuscher" gemacht und von der Felswand ist ein Baum runter und genau zwischen uns beiden auf der Straße aufgekommen. Ich hatte keine Chance zu bremsen, der Baum hat sich unter das Auto "gewutzelt". Die Achse und der Kühler sind kaputt, ebenso die Räder und die Stoßstange. Wäre ich nur einen halben Meter schneller gewesen, hätte der Baum die Windschutzscheibe durchschlagen", erzählt Günther Aster.
Wer trägt die Verantwortung?
"Ich habe beim Nationalpark und der Straßenverwaltung angerufen, die sagen, dass sie die ganze Sache nichts angeht. Nachdem der Förster mit seinen Vorgesetzten vom Land gesprochen hat, wurde ich gleich von einem Rechtsanwalt zurückgerufen, dass es auch die nichts angeht. Ich fühle mich hier alleingelassen, obwohl ich eine Vollkaskoversicherung habe, muss ich für ein Leihauto wie für den Selbstbehalt selbst aufkommen", so Aster. Andreas Holzinger, Leiter der steirischen Landesforste und Leiter des Naturraummanagements Nationalpark Gesäuse: "Die Landesforste sind Grundbesitzer, der Nationalpark ist Flächenpächter. Es ist unmöglich, die ganzen 28.000 ha zur Gänze abzusichern. Hier handelt es sich bedauerlicherweise um höhere Gewalt. Bei Forststraßen sind wir per Forstgesetz für die Sicherheit zuständig, nicht jedoch bei öffentlichen Straßen. Der Straßenerhalter, die Republik ísterreich hat hier für die Sicherheit zu sorgen" sagt Holzinger.
Es gibt keine Sicherheit
"Wir sind bemüht, alles menschenmögliche zu tun, um die Straße sicher zu machen. Wir errichten Fangnetze und Schutzzäune und führen regelmäßige Reinigungsarbeiten durch. Eine absolute Sicherheit gibt es im Gebirge nie", so die Stellungnahme von Herbert Taxacher von der Straßenmeisterei St. Gallen zu den Vorfällen.                                                                                                                            brizni

Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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