Rechnungshof zu Krankenanstaltenverbund Rottenmann-Bad Aussee

Der Landesrechnungshof empfiehlt, bis zur Umsetzung des Leitspitals die Chirurgie am Standort Rottenmann zu zentralisieren.
  • Der Landesrechnungshof empfiehlt, bis zur Umsetzung des Leitspitals die Chirurgie am Standort Rottenmann zu zentralisieren.
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  • hochgeladen von Roland Schweiger

Ein Prüfbericht des Landesrechnungshofes (LRH) über den Krankenanstaltenverbund Rottenmann-Bad Aussee zeigt auf: Die Leistungsdaten sind rückläufig, gleichzeitig liegen die Kosten deutlich über dem KAGes-Schnitt.

Fachärztemangel

Die Prüfer warnen auch vor einem eklatanten Fachärztemangel, der sich weiter verschärfen wird. Schon seit Jahren kann der im Bezirk Liezen ansässige Krankenanstaltenverbund genehmigte Ärzte-Dienstposten nicht besetzen. Die angespannte personelle Situation bei der Ärzteschaft hat Auswirkungen auf die chirurgische Vollversorgung, die aus Sicht des LRH an beiden Standorten parallel nicht mehr aufrechterhalten werden kann.
Deshalb wird empfohlen, die Allgemein- und Viszeralchirurgie als Übergangslösung am Standort Rottenmann zu zentralisieren, bis das geplante Leitspital im Bezirk Liezen umgesetzt ist. Ähnliches gilt auch für die geburtshilflich-gynäkologische Versorgung an den Krankenhäusern Schladming und Rottenmann. Im internen Vergleich ist der Betrieb des Standortes Bad Aussee sowohl aus ökonomischen Aspekten als auch aus Versorgungssicht weniger effizient als jener in Rottenmann, heißt es im LRH-Bericht.

Stimmen zum LRH-Bericht

Zum Rechnungshofbericht gab es einige politische Reaktionen. FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Marco Triller: "Unsere Forderung, eines der drei Krankenhäuser als Leitspital zu definieren und an den übrigen Standorten Grundversorgungsleistungen mit entsprechender Spezialisierung sicherzustellen, muss endlich Berücksichtigung in den aktuellen politischen Bestrebungen finden."
Werner Murgg (KPÖ): „Der Personalmangel ist keine Besonderheit der Spitäler in Rottenmann und Bad Aussee, sondern ein seit Jahren bestehendes Problem, das für die Landespolitik leider nicht die nötige Priorität hat.“
Lambert Schönleitner (Grüne): „Die Eingliederung in die KAGes wäre besser als komplizierte Struktur und Mitsprache durch Private. Die Landesregierung darf die gesundheitspolitische Steuerung durch die KAGes nicht aus der Hand geben“.

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