Segen und Fluch des Fahrverbotes

Die Wirtschaftskammer kämpft gegen die seit 1. April geltende 3,5 Tonnen-LKW-Beschränkung auf der B145.
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Seit 1. April 2011 gilt ein Fahrverbot über den Pötschenpass für LKW über 3,5 Tonnen. Die WOCHE berichtet über erste Auswirkungen

Seit nunmehr vier Wochen ist ein 3,5 Tonnen-LKW-Fahrverbot auf der B145 über den Pötschenpass in Kraft. Welche spürbaren Auswirkungen es bereits gibt, können nur die Zählungen der Asfinag sagen.

Die Pressesprecherin der Asfinag, zuständig für den Bereich Maut, Ingrid Partl, informiert: „Vom 1. April bis 25. April 2011 sind 65.880 Fahrzeuge über 3,5 Tonnen durch den Bosrucktunnel gefahren. Das bedeutet eine Steigerung von 7,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2010. Im März 2011 gab es bereits eine Steigerung von 3,3 Prozent“, so Partl.

Der Leiter der Baubezirksleitung Liezen, Gerhard Taschler, sagt: „Wir führen zwar laufend Verkehrsmessungen durch, für konkrete Angaben ist es jedoch noch zu früh. Schwieriger wird die ganze Angelegenheit auch dadurch, dass keine Beschilderung beim Knoten Selzthal von der Asfinag angebracht worden ist“.

Volker Höferl, dafür zuständiger Pressesprecher der Asfinag, sagt dazu: „Vergangene Woche ist bei uns eine entsprechende Verordnung über das Anbringen solcher Hinweistafeln eingetroffen. Diese sind bereits bestellt und werden in zwei Wochen am Knoten Selzthal montiert werden“.

Während sich Anrainer und Fahrverbotsbefürworter über die Verordnung des Fahrverbotes gefreut haben, herrscht beim Leiter der Regionalstelle Ennstal/Salzkammergut der Wirtschaftskammer, Helmut Blaser, Unverständnis: „Diese Verordnung ist inakzeptabel. Es wurde keinerlei Rücksicht darauf genommen, ob und wie der regionale Wirtschaftskreis betroffen ist. Es gibt bereits genug Beschwerden. Zum Handkuss kommen jetzt solche Firmen, die mit langfristigen Lieferverträgen gebunden sind“, sagt Helmut Blaser. Der Regionalstellenleiter erklärt weiter: „Man spricht immer von Ökologie. Dass die längeren Fahrt-strecken unweigerlich zu höherem Schadstoffaufkommen führen, hat man nicht bedacht. Und ebensowenig, dass mehr Benzin verbraucht wird und dadurch die Kosten letztendlich für den Endverbraucher steigen werden. Wir werden die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen“, so Blaser.

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