Neustart für Schulzentrum

Die Lehrer des Bundeschulzentrums Bad Aussee planen ihre Zukunft.
  • Die Lehrer des Bundeschulzentrums Bad Aussee planen ihre Zukunft.
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Für das Bundesschulzentrum in Bad Aussee gibt es eine Überbrückungslösung und man plant einen Schulversuch.

ie Schülerzahlen im Bundeschulzentrum Bad Aussee sind rückläufig. Dies führte zu Diskussionen, ob man den Schulstandort überhaupt erhalten kann. HAK-Administrator Peter Ebner ließ vor kurzem verlautbaren: „Es wurde Panik in den Medien ausgelöst. Die Diskussion um die Ausseer Schulen führte man nur auf Ebene des Schülermangels.“ Ebner betont, dass die vor eineinhalb Jahren eingerichtete Arbeitsgruppe jedoch die Konkurrenzsituation der drei Schultypen des Bundesschulzentrums überwunden hat und nun ein Miteinander möglich ist. Am 6. Juni legt das Lehrerkollegium des Bundesschulzentrums Bad Aussee sein Konzept für einen Neuanfang aller drei Schulen (Bundesoberstufenrealgymnasium BORG, Handelsakademie HAK, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe HLW) vor. Dafür musste man herkömmliche Schulstrukturen überwinden, einen Weg finden, die Personal- und Wissensressourcen effektiver zu verwenden. Ein neues Bundesschulzentrum Bad Aussee hängt von der Frage ab, „wie weit sich HAK und HLW miteinander verschränken lassen“, so Ebner. Das BORG bleibt als eigenständiger Schulzweig erhalten. „Wenn du Vielfalt in einem kleinen Ort sichern willst, musst du das so tun“, und Ebner ergänzt, dieses von den betroffenen Lehrern in der Arbeitsgruppe ausgearbeitete Modell wäre ein Musterbeispiel für ähnliche Schulsituationen in Österreich.

Der zuständige Landesschulrat, Wolfgang Erlitz, bestätigt, dass man den Schulstandort Bad Aussee abgesichert sehen will. In Kooperation mit dem Bundesministerium will man ein leistbares Angebot erhalten. Dafür wird für das Schuljahr 2011/12 der erste Jahrgang der HAK mit der HLW zusammengelegt. Letztere bietet nur für das kommende Schuljahr einen kaufmännischen Zweig an. Die HAK-Lehrer unterrichten dort die kaufmännischen Fächer und die für die HAK angemeldeten Schüler absolvieren ihre kaufmännische Ausbildung bis zur Reifeprüfung im kaufmännischen Zweig der HLW.
Für das Schuljahr 2012/13 ist dann der Neustart des Schulzentrums als Pilotprojekt geplant. Dieser Schulversuch soll modellhaft für andere, von Geburtenrückgang betroffene Schulbezirke in Österreich, dienen. Das sei auch im Sinn des Bundeministerium, so Erlitz.

Das weitum bekannte Afrika-Hilfsprojekt von HAK-Direktor Herbert Hütter brachte ihm nun das goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark ein. Hütter dazu: „Ich habe die Auszeichnung stellvertretend für das gesamte Team und alle Schulen im Ausseerland entgegen genommen“.

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