Stainach: „Es ist alles offen!“

Christian Danner wartet auf die Antwort der Gemeindeaufsichtsbehörde.
  • Christian Danner wartet auf die Antwort der Gemeindeaufsichtsbehörde.
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Christian Danner legt sein Amt als Bürgermeister noch in diesem Herbst nieder. Die SPÖ weiß offiziell noch nichts davon.

Der seit einiger Zeit andauernde Streit innerhalb der SPÖ-Fraktion in Stainach hat nun eine Reaktion des Bürgermeisters hervorgerufen. Christian Danner will im Herbst sein Amt zurücklegen. Dies erklärte er zwar der Presse, jedoch nicht seinen „Parteikollegen“. „Wir wissen offiziell nichts davon. Wir haben von seinem Rücktritt aus den Medien erfahren. Zu uns (SPÖ-Fraktion) hat Christian Danner nichts gesagt“, so Alexander Hinterleitner, Amtsleiter und Vizebürgermeister von Stainach. Es wurden ja bekanntlich von der SPÖ-Fraktion Beschwerden über Danner bei der Aufsichtsbehörde eingereicht. Der „Noch-Bürgermeister“ will nun die Antwort der Gemeindeaufsichtsbehörde abwarten und dann seinen Rücktritt, er rechnet damit im September, offiziell machen.

Wie es nun politisch mit Christian Danner weitergeht, verheimlicht der Politiker noch. „Ich habe durch die ganze Angelegenheit einen hohen Zuspruch und große Unterstützung von der Stainacher Bevölkerung bekommen. Außerdem habe ich extrem gut mit Landeshauptmann Franz Voves zusammengearbeitet“, sagt Danner. Auf die Frage, ob er nun eine neue Partei oder eine Bürgerliste gründen wolle, antwortet er: „Es ist alles offen. Am wichtigsten ist jetzt für mich die Abklärung mit der Aufsichtsbehörde“. Mit der SPÖ wird es laut Danner aber keine politische Zusammenarbeit mehr geben. Die FPÖ bedauert in einer Aussendung den Rücktritt Danners und erklärte darin: „Die aufgerissenen Gräben sind tief. Egal welche Fraktion ab Herbst den neuen Bürgermeister stellt, es wird zu keiner Harmonie in der Gemeindestube mehr kommen“, glaubt FPÖ-Gemeinderat Harald Schachner zu wissen. Die heftigen Grabenkämpfe innerhalb der SPÖ-Fraktion hätten aber laut FPÖ-Aussendung noch viel schwerwiegendere Folgen als die politische Handlungsunfähigkeit der Gemeinde hinterlassen.

„Die Stimmung in der Bevölkerung ist am Tiefpunkt. Die Bürger sind vom Kasperltheater, das sich in unserer Gemeinde zugetragen hat, maßlos enttäuscht und wenden sich zu Recht von der Politik ab. Die Aufsichtsbehörde muss den Gemeinderat umgehend auflösen und einen Termin für Neuwahlen fixieren. Dass es zu einer Selbstauflösung kommt, ist unwahrscheinlich. Daher lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Die Stainacher haben das Recht auf Neuwahlen. Sie sollen entscheiden, aus welchen Personen sich der neue Gemeinderat zusammensetzt“, so Harald Schachner.

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