Liezen will sich mehr bewegen

Weil wir überzeugt sind, dass die ’Südlösung’ im kommenden Jahrzehnt nicht finanzierbar sein wird, haben wir beschlossen, ein eigenes Konzept für die Verkehrsberuhigung unserer Stadt bei der steirischen Landesregierung vorzustellen...“, eröffnet Bürgermeister Rudolf Hakel das Gespräch mit der WOCHE.
Und damit bezieht sich das Stadtoberhaupt auf eine Anfang August in den Räumlichkeiten der Baubezirksleitung stattgefundene „Präsentation“ eigener Ideen, die in erster Linie die „Entschärfung“ der Kreuzungsbereiche der, Liezen durchschneidenden B320 betreffen.

Der Grundideen zwei
An den neuralgischen Verkehrsknotenpunkten der Stadt – der „McDonalds-Kreuzung“ und der Huemer-Kreuzung – sollen nach Vorstellung der Gemeindevertreter entweder Kreisverkehre entstehen, oder eine Kombination aus Kreisverkehr und Untertunnelung dafür sorgen, dass Staus zukünftig ausbleiben.
„Es will betont sein, dass beide Varianten vorerst ausschließlich als Ideen vorhanden sind...“, stellt Hakel klar; „...dennoch haben wir die anwesenden Repräsentanten der Fachabteilung 18A der Landesregierung gebeten, bereits mit einer grundsätzlichen Überprüfung der technischen Voraussetzungen für das Projekt zu beginnen...“.
Die „Tunnel-Variante“ – Hakel spricht von einer Kombination aus Kreisverkehr auf Höhe der Ausfahrt Selzthal und einer etwa 800 Meter langen Unterflurung vom Bereich der heutigen Huemer-Kreuzung bis zum Ende des Liezener Ortsgebietes – wäre natürlich optimal; man sei sich allerdings des damit verbundenen großen finanziellen und baulichen Aufwandes voll und ganz bewusst.

WM-Relevanz
Die Umsetzung einer Liezener Verkehrslösung müsse noch vor der alpinen Schi-WM 2013 in Schladming passieren, ist Rudolf Hakel überzeugt. Ansonsten befürchtet er nämlich eine Verschärfung der Stausituation, angesichts der Tatsache, dass zwar Trautenfels durch das aktuelle Straßenbauprojekt „entschärft“, jedoch Liezen als östlicher „Sperrriegel“ für über die A9 heranströmende Besucher fungieren könnte.
„Aus diesem Grund wollen wir bei der Realisierung der Lösung auf die ’Infrastrukturpakete’ für die Schi-WM zugreifen...“, erklärt Hakel die Grundzüge des Finanzierungsplanes.

Liezen und die Südspange
Ein weiterer Gesprächstermin, Ende September, wurde von der Fachabteilung 18A angesetzt; „das ist ein gutes Zeichen, dass die Landesregierung so schnell und vor allem eigenständig, auf unsere Vorschläge reagiert...“, freut sich Rudolf Hakel. „Sollte sich allerdings herausstellen, dass weder die Kreisverkehre noch die Kreisverkehr-Tunnel-Kombination realisierbar sind, bleibt es immer noch im Kompetenzbereich der Gemeinde selbst über eine ’Südspange’ im Bereich Baumax/Kika nachzudenken...“, erklärt der Bürgermeister.
„Parallel zur Werksstraße, welche die B320 schon heute im Norden entlastet, könnte nahe der Richard Steinhuber Straße eine weitere Spange entstehen...“, führt er weiter aus.

Kommentar aus Graz
„Es gibt noch nicht viel zu sagen zu den Ideen der Liezener“, gibt Thomas Waidgasser von der Fachabteilung 18A in Graz Auskunft. „Weder gibt es bereits Graphiken noch einen Zeithorizont für das angestrebte Projekt“, fügt der Planer hinzu.
Derzeit sei die BBL damit vertraut Daten zu sammeln, welche anschließend von der FA 18A geprüft werden müssten – erst hiernach könne es zu erneuten Gesprächen mit der Gemeinde kommen.
Einer Sache ist sich Thomas Waidgasser allerdings schon heute sicher: käme es tatsächlich zur Errichtung der von Liezen geforderten Kreisverkehre, müssten diese mindestens die Dimensionen des bereits existierenden Autobahn-Zubringer-Kreises im äußersten Osten der Stadt haben.

Autor:

Markus Weilbuchner aus Liezen

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