Sommerpläne
Reiteralm forciert Inlandsmarkt und Naturschönheiten

Die Corona-Krise dürfte auch Auswirkungen auf die kommende Sommersaison haben. Außerdem verschieben sich einige Behördengänge rund um die neu geplante Schoberbahn auf der Reiteralm.
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  • Die Corona-Krise dürfte auch Auswirkungen auf die kommende Sommersaison haben. Außerdem verschieben sich einige Behördengänge rund um die neu geplante Schoberbahn auf der Reiteralm.
  • Foto: Reiteralm-Bergbahnen
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Seit dem 16. März stehen die Skilifte still. Dass die Wintersaison bereits einen Monat vor Ostern endet, ist für die großen Skigebiete ungewöhnlich und hinterlässt einen großen finanziellen Schaden.

Obwohl die finalen Abrechnungen noch nicht vorliegen, kann der finanzielle Verlust auf der Reiteralm mit einer siebenstelligen Zahl beziffert werden. "Rein auf die Wintersaison gerechnet, müssen wir mit einem Umsatzausfall von rund 1,2 Millionen Euro rechnen", berichtet Geschäftsführer Daniel Berchthaller. In dieser Rechnung noch nicht beinhaltet ist das Risiko einer stark eingeschränkten beziehungsweise verspätet startenden Sommersaison.

Wie geht es weiter?

Durch die Schließung der Skigebiete mussten zahlreiche Pistengerätefahrer oder Liftwarte die Saisonarbeit verfrüht beenden. Wie geht es nun für diese Personen weiter? Berchthaller klärt auf: "Wir haben für die gesamte Belegschaft, bis auf Journaldienste, die jedoch auch von zu Hause aus telefonisch durchgeführt werden, einen Betriebsurlaub vorerst bis 3. April vereinbart. Aufgrund der Entwicklungen der letzten Tage und der Empfehlungen unserer Regierung, werden wir diesen voraussichtlich bis 13. April verlängern". Danach, so hofft der Geschäftsführer, könne mit diversen Revisions- und Vorbereitungsarbeiten für den Sommer gestartet werden.

Was passiert im Sommer?

Die aktuellen Reiseeinschränkungen in anderen Ländern, besonders Deutschland und Tschechien sind starke Märkte für den Skitourismus, werden vermutlich Auswirkungen auf das Sommergeschäft haben. "Wir hoffen doch, dass wir bald wieder in unseren Alltag hineinkommen, damit wir und vor allem auch wieder unsere Gäste, die wunderbare Natur auf unseren Bergen genießen können", sagt Daniel Berchthaller, der bereits alternative Ideen für den Sommer hat: "Die Wahrscheinlichkeit, dass durch die Corona-Krise auch die Sommersaison betroffen ist, ist relativ hoch. Man wird natürlich versuchen, vermehrt den Inlandsmarkt anzusprechen und noch spezifischer unsere heimischen Naturschönheiten, wie beispielsweise unseren herrlichen Spiegelsee auf der Reiteralm zu bewerben."

Kann gebaut werden?

Prinzipiell war man mit dem Wintersaisonverlauf auf der Reiteralm sehr zufrieden, bis Ende Februar wurden Rekordersteintritte verzeichnet. Doch das ist nun Schnee von gestern, denn mit der Errichtung der "Schoberbahn" steht schon ein neues Projekt am Programm. Ob die geplanten Bauphasen der Sechserbahn realisiert werden können, steht allerdings noch nicht fest. "Wir planen die Schritte wie vorgesehen, aktuell befinden wir uns in den finalen Vergabegesprächen mit den einzelnen Gewerken. Natürlich ist der angestrebte Behördenverhandlungstermin Anfang April nun nicht mehr realistisch. Gerade erst letzte Woche Freitag habe ich jedoch mit der zuständigen Seilbahnbehörde gesprochen und es wurde mir versichert, dass die Anträge normal bearbeitet werden."
Sobald die Behörde wieder Dienstreisen durchführen darf, soll der Verhandlungstermin stehen. "Für uns wird es kritisch, wenn sich dieser Termin Richtung Ende Juni verschiebt. Aber wir bleiben positiv", so Daniel Berchthaller abschließend.

Autor:

Christoph Schneeberger aus Liezen

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