18.10.2017, 07:00 Uhr

Dj Harvey Miller - Elektroswing aus Wörschach

Wörschach goes Elektroswing - "Harveydieehre" (Foto: Tamegger)

Mit 10 Jahren bediente er sich das erste Mal selbst an den Schallplatten seiner Eltern. Die Wahl fiel auf "Europe"- mit "The final Countdown". Er spielte das gute Stück so oft, bis es mit "Zerkratzung" auf den Müll wanderte. Heute ist Harvey Miller (Künstlername) mit seinen musikalischen Eigenheiten im DJ-Genre bekannt.

Woher hast Du Deine musikalischen Wurzeln?

HARVEY MILLER: Mein Vater war Musiker. Er hat als "Alleinunterhalter" bei diversen Veranstaltungen die Menschen "bespaßt" und anscheinend zieht sich das durch (lacht). Ich habe Koch und Kellner gelernt und irgendwie hat es sich damals ergeben, dass ich in der American Bar in Liezen Geschäftsführer wurde. Ich konnte von meinem Vorgänger in relativ kurzer Zeit viel lernen. Da hat man dann eben auch musikalische Ansprüche und wir (das Team) waren damals schon Vordenker und haben viel mit dem Musiksender FM4 zusammengearbeitet. Da haben wir in der Liezener Szene ganz schön viel bewegt. Kern der Sache war es, musikalische Größen zu leistbaren Preisen in die Gegend zu holen. Dieses Interesse hat so ein Ausmaß angenommen, dass wir es damals räumlich auslagern mussten.

Woher kam Dein Wandel von der Gastronomie zum Auflegen?

Ich hatte damals irgendwie das Gefühl, dass ich einen Haufen Geld für DJ´s und Musik ausgebe, das aber selbst auch machen könnte. Ich hab dann begonnen aufzulegen. Damals war mein Gedanke, dass ich ganz schnell viel Geld verdienen möchte und so habe ich damit angefangen, selbst für die Musik zu sorgen. Irgendwie muss man sich dann aber natürlich auch sein Geld konstant verdienen. Auf einer Tankstelle eines Bekannten konnte ich arbeiten und hab meist in der Zeit zwischen 22 Uhr und 5 Uhr früh neben dem üblichen Verkauf die Möglichkeit gehabt, mir in diesen 10 Jahren ein Netzwerk aufzubauen.


DJ zu sein, das ist eine außergewöhnliche Arbeit. Wie hat sich Dein Werdegang gestaltet?

Ich habe immer mehr "bookings" (Einladungen) bekommen. Als Unterhalter war ich zusehends mehr gefragt. Mein Plus ist, glaube ich, dass ich ein gutes Gespür für die Anliegen, die Menschen und die Situation habe. Mein Zugpferd ist der "Elektroswing" (elektronische Musik mit Elementen aus den 40er und 50er Jahren) mit einem jazzigen Anteil. Aber bestimmte Situationen erfordern auch, dass ich mich von der Geradlinigkeit wegbewege und musikalisch flexibel bin. Das bekommt man mit der Zeit einfach ins Gespür, was die Leute wollen und brauchen. Ich bin zuverlässig, man kann mich einfach dort hinstellen, das ist meine Aufgabe. Der Schnurrbart sitzt, die Frisur sitzt. Zuverlässigkeit ist in dem Job halt ganz wichtig. Was ich verspreche, das muss ich erfüllen können. Ich war jetzt in Kopenhagen, spiele des öfteren in Tschechien und komme viel herum. Mittlerweile habe ich ein Markenzeichen, das ist mein Schnurrbart, ein sogenannter Mustache.

Wie schaut´s denn derzeit bei Dir aus? Gibt es ein spezielles Ziel oder Projekt?

Wir arbeiten gerade mit Louie Austen, Oswald Theisl von Primavista und Gastmusikern an einem Album, das nächstes Jahr erscheint.

HIer geht´s zur Hörprobe: https://soundcloud.com/mr-harvey-miller
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