13.09.2017, 10:18 Uhr

Elza Grimm hat seine "eyes everywhere"

Elza Grimm liebt den offenen Spielraum und den reduzierten textlichen Inhalt. Das hat aus seiner Sicht "Ohrwurmqualität". (Foto: Foto: KK)

Da ist sie. Die dritte Single des Bad Ausseers. Im WOCHE-Interview malt der Künstler seine Konturen bunt.

Am 15. September ist es so weit. Elza Grimm macht seine dritte Single mit dem Titel "Eyes everywhere" für die Öffentlichkeit auf I-tunes, Amazon-Music und Spotify hörbar. Einer seiner älteren Songs - "Adamadafackas" - fand bereits kurz nach Erscheinen seinen Weg in die Sphären der österreichischen Radiolandschaft. Das schreit nach Wiederholung.

Wie ist dein Künstlername "Elza Grimm" zustande gekommen?
Der leitet sich von den Geschichten, die das Leben schreibt, ab. Ich bin ein sehr feinfühliger Mensch und schaue, besser gesagt, spüre gerne hinter die Kulissen. Ich las einmal einen Artikel in der Zeitung, der mich aufgrund seiner Brutalität zutiefst bewegt hat. Das ist vielleicht ein Konnex. Man könnte sagen, das Leben schreibt Märchen. Oft leider sehr tragische, ähnlich den Gebrüdern Grimm.

Welche Bezeichnung würdest du deiner Musik geben - welches Genre ist das?
Ich würde sagen, es ist Electronic Blues-Rock und Electronic Pop. Ich orientiere mich an aktueller Popmusik, bin allerdings totaler "Metal-Fan". Gerade so ganz klare Gitarrenparts, das ist das, was dann eben so den Rock-Anteil, also meine Wurzeln, wieder rein bringt.

Deine Lyrics sind zweisprachig - weswegen?
Ich mag es, wenn man Englisch und Deutsch vermischt. Wir leben heute bitte in einer Zeit, in der fast jeder mit Englisch konfrontiert ist, also die Sprache kann. Ich persönlich finde es schön, wenn ein Refrain in Englisch daherkommt.

Mit welchen textlichen Inhalten ist bei dir zu rechnen?
Es ist ein gewisser sozialkritischer Anspruch, den ich habe. Tagesaktuelle Geschehen und Politik sind meist Themen, die mich bewegen. Für mich ist es wertvoll, daraus Musik entstehen zu lassen. So kann ich meine persönlichen Themen abarbeiten.

Betrifft sozialkritische Gedanken: Findest du, dass wir das Thema Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Praxis leben?
Nein, das glaube ich nicht. Die Diskrepanz zwischen Frauen und Männern ist leider noch immer sehr groß. Zumindest nehme ich das so wahr. Für mich ist das manchmal nicht nachvollziehbar. Das ist doch ein Thema, mit dem wir uns damals 1991 in der Schule schon massiv auseinandergesetzt haben. Und heute habe ich dieses Gefühl, dass sich da irgendwie nicht unbedingt viel getan hat, denn wir sprechen noch immer von den selben notwendigen Veränderungen. Leider kommt es bei manchen Menschen immer wieder vor, dass frauenfeindliche und flapsige Aussagen so ganz locker heraussprudeln.

Wie siehst du die Chancen für einen musikalischen Erfolgs-Werdegang im ländlichen Raum?
Der Berufsspartenaustausch ist enorm wichtig. Wenn man sich bewusst auf die Möglichkeiten sozialer Netzwerke stützt, dann kann man den Nachteil der Branchenferne am Land vielleicht wettmachen.
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