02.11.2017, 09:00 Uhr

Berg und Naturwächter suchen neue Kollegen im Bezirk Liezen

Mit GPS, Laptop und Karte. Als Berg- und Naturwächter ist man mit modernster Ausstattung unterwegs.

Die Arbeit der Berg und Naturwächter gestaltet sich vielfältig und nachhaltig. Ein Grund sich der Aufgabe zu widmen, den Schutz der Natur und unserer Artenvielfalt ehrenamtlich zu unterstützen.

Klaus Herzmaier ist Bezirkseinsatzleiter der Berg- und Naturwacht im Bezirk Liezen. Mit 15 Ortseinsatzstellen eine große, gern angenommene Herausforderung für den 35-jährigen Rottenmanner.

Inwiefern verlangt unsere Natur nach Schutz?
KLAUS HERZMAIER: Es gibt viel zu tun, von Natur- und Naturdenkmalschutz über Bekämpfung nicht heimischer Pflanzen, die sich zusehends ausbreiten. Um nicht von der gut gepflegten und mit Liebe aufgebauten Tradition der Berg- und Naturwacht abzukommen, ist es unausweichlich, neue, aktive Naturschützer in den bestehenden "Mitarbeiterpool" aufzunehmen.

Welche Herausforderungen kommen auf einen Berg- und Naturwächter zu, wenn er sich dieser Aufgabe widmet?
Na ja, es ist für mich zum Beispiel immer wieder spannend mitzuerleben, wie Menschen seltene Pflanzen ausgraben und glauben, dass sie zu Hause im Garten ein Stück weit zur Augenweide werden. Abgesehen davon, dass diese dann im neuen Lebensraum nicht den richtigen Nährboden haben, reicht oftmals auch tatsächlich ein schönes Foto. Das setzen die "Jungen" heute meist bravourös um und davon haben dann beide was - Pflanze und Mensch. Es kommt auch leider immer wieder vor, dass in sensiblen Regionen diverser Müll beseitigt wird. Das Pflegen der Landschaftsschutzgebiete ist ein Teil davon, sei es im Moor oder sonstwo. Da greifen wir ein und säubern das Areal in jährlichen, gemeinschaftlichen Aktionen.
Was wir wirklich brauchen, sind Menschen, die sich für den Schutz und den Erhalt unserer Landschaft einsetzen und sich mit aller Kraft und Einfühlsamkeit einbringen.

Was sind die Aufgaben?
Unser Aufgabengebiet ist der Erhalt der Artenvielfalt durch die Aufklärung und Kontrolle zur Einhaltung des Naturschutzgesetzes. Zum Erhalt eines funktionierenden Ökosystems gehören die Pflege von heimischer Flora und Fauna (Pflanzen- und Tierwelt) und ein Kontrollieren der Schutzgebiete. Auch Gewässerschutz, das Erhalten von Naturdenkmälern und die stetige Übereinstimmung von Pflanzen, die hierher gehören und jener, die sich als "Fremdkörper" hier ansiedeln und dem heimischen Ökosystem schaden. Weiters sind wir aufgefordert, menschliches Missverhalten, das dem natürlichen Kreislauf schadet aufzuklären und in die richtige Richtung zu lenken. Im Großen und Ganzen tragen wir als Aufsichtsorgane die Verantwortung, unseren natürlichen Lebensraum zu erhalten und mitzugestalten.
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