21.12.2017, 09:49 Uhr

Brauchtum in der schönsten Zeit des Jahres

Admonter Weihnachtskrippe (Foto: Benediktinerstift Admont)

Die WOCHE fasst traditionelle Bräuche zusammen, die bis heute mit dem Ennstal verbunden sind.

Es beginnt mit dem Entzünden der ersten Kerze am Adventskranz. Auf den Heiligen Nikolaus von Myra, der mit seinen finsteren Gesellen, den Krampussen, von Haus zu Haus zieht, freuen sich vor allem die Kinder. Auch der Adventskalender darf bei den Kleinen nicht fehlen – er macht das Warten auf das Christkind erträglich. Für die Kinder gehört aber auch der Brief ans Christkind fest zur Adventszeit dazu. Weihnachtskekse und der Lebkuchen versüßen uns diese Zeit des Wartens noch zusätzlich. Das gemeinsame Backen der Leckereien stellt eine lange Tradition in vielen Familien dar.

Brauchtum im Aufwind

Doch sind mittlerweile auch einige heimische Bräuche in Vergessenheit geraten. Der Brauch des Herbergsuchens gehört hier dazu, obwohl er in ähnlicher Weise in einigen Gemeinden in der letzten Zeit wieder aufgegriffen wurde. Am ersten Adventssonntag werden Marienstatuen gesegnet und im Anschluss in kleinen Prozessionen zu den Häusern getragen. Die Statuen verbleiben über Nacht und werden am nächsten Abend zur gleichen Zeit in das nächste Haus gebracht. So durchwandern die Statuen auf der Suche nach einer Herberge die Orte des Ennstals.
In vielen Wohnungen und Häusern ist sie in der Adventszeit nicht wegzudenken – die Weihnachtskrippe. Ursprünglich stammt die Krippe aus Italien, dort hat sich in der Vergangenheit eine regelrechte Krippenkultur entwickelt. Eine sehr beeindruckende Weihnachtskrippe im Ennstal ist im Benediktinerstift Admont zu bewundern. Von 24. Dezember bis 2. Februar sind die Altarflügel für alle geöffnet. In dieser stillen Zeit rund um Weihnachten begleiten uns die drei #+Rauhnächte, denen besondere Bedeutung zukommt. Es heißt, in diesen Nächten können Tiere sprechen.

Friedenslicht

Um die Zeit vor dem heiligen Abend zu verkürzen, bieten einige Kirchen Kinderkrippenfeiern an. So kann man sich mit den Kindern unter anderem in der Pfarrkirche Aigen im Ennstal oder auch Donnersbach die Zeit vertreiben. Am Abend sind dann die Turmbläser und Christmetten ein Höhepunkt in der Region. Besonders schön wird auch die Ankunft des Friedenslichtes aus Bethlehem gefeiert. Heuer findet dies am 22. Dezember in Stainach statt. Mit der Rotkreuz-Jugend kommt das Friedenslicht an und wird an die Bevölkerung weitergegeben. Mit all diesen Traditionen, Bräuchen und Sitten vergeht die stille Zeit des Jahres in besonderer Art und Weise und es wird gegen Jahresende noch einmal festlich schön.
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 22.12.2017 | 11:02   Melden
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