12.09.2016, 17:14 Uhr

Dem Betrieb neues Leben eingehaucht

Familienbetrieb: Florian, Heidi und Karl Mehrl (v.l.). (Foto: KK)

Die Traditions-Zimmerei Mehrl in Aigen konnte das Sanierungsverfahren positiv abschließen.

Nach 20 Jahren, 54 ausgebildeten Lehrlingen und vielen starken Jahren musste Firmenchef Karl Mehrl im Jänner die Reißleine ziehen und Insolvenz anmelden. "Es war eine schwere Zeit für die Familie Mehrl", berichtet er.
Der Familienbetrieb von Karl und Heidi Mehrl sowie Sohn Florian zählte zu den großen Arbeitgebern der Region. Solide Zimmermannsarbeiten und die tadellose Abwicklung von kleineren oder größeren Projekten zählten jahrzehntelang zu den Kerngebieten des Betriebes.
Danach folgten einige schwierige Jahre für den Betrieb. Nicht nur der wirtschaftliche Druck durch Billigstbieter aus ganz Europa bei öffentlichen Aufträgen, auch strategische Unsicherheiten und massive Forderungsausfälle brachten das Unternehmen in eine Schieflage.
Der Fehlbetrag stieg auf 500.000 Euro an. Bei einem Jahresumsatz von 4,5 Millionen Euro war das der ausschlaggebende Grund für die Insolvenz.

Neustart

Mitte Juni erfolgte dann die erleichternde Nachricht, dass das Sanierungsverfahren positiv abgeschlossen ist. „Besonders hervorzuheben ist dabei, dass beinahe 100 Prozent unserer Lieferanten mit der Quote einverstanden waren. Hier beweist sich der große Rückhalt unserer Lieferanten und das große Vertrauen in die Zukunft", so Karl Mehrl.
„Das Unternehmen ist zu keiner Zeit des Sanierungsverfahrens still gestanden. Wir haben voll durchgearbeitet und den Mitarbeiterstand nach den Wintermonaten konstant auf 30 halten können. Das Verfahren ist nun abgeschlossen und das Unternehmen wieder in Familienhand", führt Mehrl fort.

Auf in die Zukunft

Der Betrieb wird bereits von Holzbaumeister Florian Mehrl tatkräftig unterstützt und bereichsweise geleitet. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile wieder 34 Mitarbeiter.
Von der Planung bis zur Ausführung traditioneller bis hin zu modernen Einfamilienhäusern oder landwirtschaftlichen und gewerblichen Bauten wird der Fokus in Zukunft verstärkt im Privatsektor liegen.
„Wir freuen uns nun darauf, wieder in alter Frische und mit neuer Energie für die Region zur Verfügung zu stehen", sagt Karl Mehrl über den Neuanfang.
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