08.11.2017, 08:00 Uhr

Der Winter kann kommen: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Nicht nur auf der Reiteralm geht der Blick Richtung Himmel. Die Skigebiete zeigten sich über den Schneefall hocherfreut. (Foto: Shooting Star)

Die heimischen Skigebiete rüsten sich für den Winter. Das Wetter wird bereits eifrig studiert.

Kalte Nächte machen es möglich: Auf einigen Skibergen im Bezirk wird bereits fleißig Schnee produziert. Bis zur Saison-Eröffnung der großen Skigebiete dauert es auch nicht mehr lange. Die Planai startet beispielsweise am 10. November in den Winter. Nichtsdestotrotz lässt sich für die meisten Skiberge noch kein genaues Datum für den Start der Wintersaison festlegen, da eben das Wetter in dieser Hinsicht Regie führt.
Am Dachstein wurde bereits Ende September der Skibetrieb gestartet. Der Herbst wird traditionell von Langläufern und Biathleten aus aller Welt dazu genützt, um sich am höchsten Berg der Steiermark auf die Weltcup-Saison vorzubereiten.

Einzigartiger Cross-Park

Auf der Reiteralm wird seit Mitte Oktober das Wetter genauestens beobachtet, um kalte Tage und Nächte für die Beschneiung nutzen zu können. "Grundsätzlich wollen wir so früh wie möglich starten. Das macht aber natürlich nur Sinn, wenn wir Qualität und entsprechendes Pistenangebot bieten können", erklärt Brigitte Trinker vom Marketing.
Als größte Investition des Sommers sticht der Cross-Park heraus. Dieser ist aufgrund der Länge weltweit einzigartig und kann sowohl von Anfängern als auch Profis genutzt werden. "Bei uns gehen dafür Anfragen aus aller Welt ein, da er perfekte Trainingsbedingungen für Ski- und Snowboardcrosser bietet", so Trinker. Sie betont auch, dass der Cross-Park keine Pistenfläche wegnimmt, sondern zusätzlichen Pistenspaß schafft. Beim "Ski-Movie Reiteralm" wird die Fahrt durch den Parallelslalom mit einer Kamera festgehalten und ist online abrufbar. Weiters ist im Tal die Apres-Ski-Hütte "Mühlstodl" entstanden.

Millionen-Investition

Der Loser startet mit einer Investition von 4,5 Millionen Euro in die neue Wintersaison. Die Piste „Schafkirche“ und die Abfahrt von der Talstation Loserfenster bis zur Bergstation Loserjet wurden neu gebaut und verbreitert. Die Beschneiungsanlage wurde auf den neuesten Stand der Technik ausgebaut.
Zusätzlich ergänzt ein Speicherteich mit 70.000 Kubikmeter Wasserinhalt den Augstsee. Zwei Pumpstationen am Augstsee und beim Speicherteich direkt an der Sandlingalmpiste wurden errichtet und stellen die Wasserverteilung über alle Pisten sicher. Zehn moderne Schneekanonen erhöhen die Produktion des Maschinenschnees.

Beschneiung muss warten

Die Planneralm wollte ursprünglich heuer erstmals auf künstliche Beschneiung setzen. Unterlagen wurden alle eingereicht, doch schlussendlich gab es einen Einwand seitens der Naturschutzabteilung der Landesregierung. "Wir hoffen im nächsten Jahr die Schneekanonen genehmigt zu bekommen", berichtet Planneralm-Geschäftsführer Gerhard Lackner, der anfügt: "Bei entsprechender Schneelage wollen wir rund um den 8. Dezember aufsperren".
Ein optimistisches Ziel, wenn man die Schneemengen der vergangenen Jahre betrachtet. Aber die Hoffnung auf einen schneereichen Winter verbindet wohl alle Skigebiete miteinander, egal, ob groß oder klein.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.