06.09.2014, 21:25 Uhr

Im Rahmen der Aicher Herbstkultur ist ein kleiner Kirtag gross geworden (Hans Miller)

Die weitest Angereisten zum "Z'saumkemma dahoam". g. l. Inge Buchegger. In der Mitte Herr Bernhard aus Berlin mit dem Siegespreis, einer Zeichnung von Herbert Bauer l. vom Sieger. Rechts davon die Bürgermeister Danklmaier und Reinbacher so wie ganz r. aussen Moderator Thomas Mussger
Aich-Assach: Aicher Herbstkultur |

Z‘saumkemma dahoam


so lautete das Motto des zweiten Treffens der „Fortgezogenen“ aus den Gemeinden Aich und Gössenberg am 5. 9. 2014 am Dorfplatz in Aich; ein Vorspann zum 25. Aicher Kirtag am 6. 9. 2014.

Vor 3 Jahren wurde erstmals dieses „Z‘saumkemma dahoam“ ins Leben gerufen und von Inge Buchegger umgesetzt. 300 Weggezogene konnte sie damals 2011 ausfindig machen und nach Aich einladen.
Frau Buchegger konnte voll Freude resumieren: Es war ein erfreulich schöner Erfolg. Im Mittelpunkt standen die vielen Begegnungen zwischen Fortgezogenen und Einheimischen. Ein Treffen, das vielerlei eröffnete: Heimkommen von weit her, Heimfahren und Wiedersehen, Erinnern, Kennenlernen, vertiefender und berührender Austausch zwischen den Generationen, Brücken bauen zwischen Gestern und Heute und Morgen. Aus diesem Grund gibt‘s heuer eine Neuauflage des „Z‘saumkemma dahoam“. Das liest man im auch heuer wieder, wie in den letzten 25 Jahren, äusserst umfangreichen Programm der Aicher-Herbst-Kultur, die sich bis zum Erntedankfest am 19. 10. 2014 hinzieht.

Im Programm findet man prominente Namen wie das Burgtheater-Mitglied Frank Hoffmann oder die mit dem Österreichischen Kabarettpreis ausgezeichneten Thomas Stipsits & Manuel Rubey.
Weiters am Programm das Poetry Slam 2014 im Klangfilmtheater Schladming. Dort gastieren Meat Pepo Aich & Aicher-Herbst-Kultur. Diese Veranstaltung findet heuer zum ersten mal ausserhalb der Gemeindegrenzen statt.
Und am 27. 9. gibt es das „2. Steirische Bodenseeforum“, eine Performance am Bodensee und im Forellenhof unter dem Titel „Was nennst du Heimat?“ Zugereiste nach Aich und Gössenberg präsentieren sich. Die abschliessende Podiumsdiskussion wird von Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum moderiert. Sie ist ORF-Bildungs-/Wissenschaftsjournalistin und Gestalterin der Ö1-Sendereihe „Salzburger Nachtstudio“.

Man kommt ins Schwärmen ob der Grossartigkeit und Spannweite des Programms der Aicher-Herbst-Kultur, sowie auch der Grossartigkeit der Gastkünstler und die Einbindung der gesamten Ortsbewohner.
Ein 40-köpfiges Team steht Mag. Hans Miller zur Seite, um diese landauf landab wohl einzigartige Dorfgemeinschaft zu formen, die dann alljährlich - nunmehr seit 17 Jahren - auf dem Gebiet Kultur Aussergewöhnliches zu Wege bringt.
Und dass in Aich einfach alles von Amateuren profimässig umgesetzt wird, zeigte der Finanzverantwortliche Johann Moosbrugger für diese nicht nur ennstalweit sondern landesweit herausragende Veranstaltung auf. Auf die Frage des Moderators des Abends, Thomas Mussger, nach dem Stand der Finanzen konnte er wie aus der Pistole geschossen antworten: „Tief schwarz“! Und das bei einem Budget von € 120.000,- 1992 als man mit der Ideenbörse Dorferneuerung Aich-Assach startete, waren es umgerechnet € 3500,-. Manfred Landl wusste zu berichten, dass 500 Musikgruppen mit etwa 3800 Musikanten in den letzten 25 Jahren in Aich gastierten und dass hierorts seinerzeit die grösste Lederhose der Welt ausgestellt wurde. Sie ist auch heuer wieder in Aich zu sehen.

Alle diese grossartigen Leistungen wurden auch von den Bürgermeistern von Gössenberg und Aich, Franz Danklmaier und Helmut Reinbacher gewürdigt.
Dass Aich und Gössenberg nicht nur am Kulturhimmel glänzen sondern auch im Sport auf grossen Spuren wandeln, kam in der Ehrung erfolgreicher Sportler unter Assistenz von Vizebürgermeisterin Evelyn Huber speziell im Nachwuchsbereich zum Ausdruck.

Der Höhepunkt des Abends "Z'saumkemma dahoam" war schliesslich die Ehrung der am weitest angereisten seinerzeitigen „Auswanderer“ aus Aich. Es war dies Herr Bernhard aus Berlin mit 830 km Anreise. An zweiter Stelle folgte Kunigunde Schenk mit 600 km Anreiseweg aus der Schweiz und an dritter Stelle Erwin Döringer aus Feldkirch.
Der Sieger erhielt eine sehr wertvolle Zeichnung, ein Unikat aus der Serie „Surreale Portrait“, Peter Rossegger des Schladmiger Künstlers Herbert Bauer. Der weltweit ausstellende Bauer ist zudem Dozent an der Akademie Geras. Sein Ausstellungsbogen reicht von Felletin in Frankreich über Florenz (art biennale), Korea (Internationale Art Exhibition ASROPA), und über Argentinien im Maritime Museum of Art Ushuiaia bis zur Teilnahme an der art week in Petersburg.

Bei der Aicher Herbst-Kultur kann jedermann gewinnen. Als Hauptpreis einer Verlosung winkt ein VW Polo Trendline BMT und eine Vespa Primavera 50 2T.


Das vollständige Programm ist zu finden unter:
http://www.aicher-herbst-kultur.at und
http://www.events.steiermark.com/detail/156/
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