07.07.2017, 08:30 Uhr

Irdning-Donnersbachtal gibt Neophyten keine Chance

(Foto: KK)

Anfang Juli leisteten über 20 Schüler, zwei Lehrer der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und sechs Berg- und Naturwächter der Ortsstelle Irdning-Donnersbachtal 150 Arbeitsstunden zur Beseitigung des Drüsigen Springkrauts im Irdninger Moos, entlang der Enns und des Irdningbaches.

Gebietsfremde Pflanzenarten, so genannte invasive Arten breiten sich auch in der Gemeinde Irdning-Donnersbachtal immer weiter aus. Das Drüsige Springkraut ist besonders an Bachufern, feuchten Wiesen oder Hängen verbreitet. Es kommt ursprünglich aus dem westlichen Himalayagebiet und wurde als Gartenpflanze und Bienenweide nach Europa gebracht. Die einjährigen Stauden werden über zwei Meter hoch, die reifen Samenkapseln platzen bei Berührung, verteilen sich mehrere Meter weit und sind sechs Jahre keimfähig. Wuchs und Verbreitung bewirkt die Verdrängung heimischer Pflanzen.

Für die Umwelt

Seit einigen Jahren wird im Irdninger Gebiet das Springkraut entfernt. Auch heuer fand der Neopyten-Aktionstag in der letzten Schulwoche statt. Zahlreiche Teilnehmer halfen mit und arbeiteten sich in mehreren Trupps entlang der Wasserwege durch Brennnesseln und andere Stauden hindurch, um das Springkraut auszureißen. Am Kompostpatz in Irdning wurden die Stauden ordnungsgemäß entsorgt.

Die Schüler erfüllten den Arbeitseinsatz im Rahmen des Projektunterrichts. Die Bewusstseinsbildung über die Probleme und notwendige Beseitigung von invasiven Pflanzenarten wird im Schulunterricht in Theorie und Praxis gelehrt. Als angehende Landwirte wird das Wissen auch zu Hause am eigenen Betrieb angewendet.
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