10.10.2014, 11:47 Uhr

Leitthemen in Liezen diskutiert

M. Brandmüller, G. Bliem, Bischof Kapellari, Moderator Gasperl, Ch. Stangl, S. Aigner-Haas, R. Hakel. (Foto: Herbert Sams)

Auf die Suche nach "Hoffnungsspuren" machten sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kirche.

Im Kulturhaus Liezen diskutierten im Zuge des "Tag der Regionen" kürzlich Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kirche zum Thema "Hoffnungsspuren im Ennstal".
Die sozialen Herausforderungen im Bezirk waren ebenso Thema wie Hoffnungsspuren, derer es trotz Abwanderung, fehlender Arbeitsplätze etc., zahlreiche gibt.
Caritasdirektor Franz Küberl gab in seinem Impulsreferat einen Überblick über die vielfältigen Angebote der Caritas im Bezirk, warf aber auch brennende Fragen wie Beschäftigungslosigkeit, Flüchtlingsunterbringung und die zunehmende Alterung der Bevölkerung auf. Es sei sowohl Hoffnung als auch Herausforderung, dass im Bezirk Liezen niemand allein gelassen werde.

Vielfältiger Bezirk
Im Anschluss begaben sich Vertreter aus Tourismus, Sport, Wirtschaft und Politik gemeinsam mit Bischof Egon Kapellari auf die Suche nach Hoffnungsspuren.
Als Touristiker und Direktor der Planai-Hochwurzenbahn sieht Georg Bliem die größte Hoffnungsspur für die Region in der Beibehaltung der Vielfalt. In der Vielfalt brauche es aber die Sicherheit des Zusammenhalts, z. B. gelte es das Feld Arbeitsplatzsicherung gemeinsam aufzubereiten.

Leitthemen
Das größte Problem des Bezirkes ist für Bürgermeister Rudolf Hakel die Abwanderung der Jugend. Arbeitsplätze, das Bemühen um Jugendliche und Senioren aber auch die Schaffung einer qualitätsvollen Kinderkrippe gehören für Hakel dazu. Er verhehlt auch nicht, dass Liezen viel mehr Flüchtlinge aufnehmen müsse und hofft auf die Plattform „Gastfreundschaft im Ennstal“ mit dem Ziel, kleinere Einheiten für Asylanten zu schaffen und „gemeinsam mit den Kollegen unserer Pflicht nachzukommen.“ In diesem Zusammenhang beklagte Unternehmerin Susanne Aigner-Haas die oft fehlende soziale und emotionale Kompetenz.
„Skyrunner“ Christian Stangl möchte den Jugendlichen vor allem Selbstbewusstsein mitgeben. Mit einem Leitbild und Leitprojekten für den Bezirk Liezen lässt das Regionalmanagement Liezen aufhorchen. Mario Brandmüller nannte u. a. die Verbesserung der Mobilität sowie das Vorhaben, den Bezirk Liezen energieautark zu machen.
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