26.08.2016, 15:39 Uhr

Steirische Landwirte: NEIN zu TTIP

(Foto: BilderBox)

TTIP steht für die „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ - auf Deutsch übersetzt, natürlich.

TTIP ist ein Handelsabkommen, das die Europäische Kommission im Auftrag der Mitgliedsländer seit 2013 mit den USA verhandelt. Im Grunde will man mit TTIP die Angleichung der jeweiligen Gesetze und Regeln beider Wirtschaftsregionen erreichen.

Hinter verschlossenen Türen

Kritisiert wird vor allem die Intransparenz, mit der man das Handelsabkommen bisher verhandelt hat. Das Europäische Parlament wird lediglich informiert und ist zur Geheimhaltung verpflichtet. Nationale Parlamente sind nicht eingebunden und werden meistens nicht einmal informiert.
Die TTIP-Gegener befürchten eine Aushebelung unsere Gesetze - Europäische Länder kämen unter Druck, Hochrisiko-Technologien wie Fracking oder Gentechnik zuzulassen.

Keine Option für die Landwirtschaft

Chlorhuhn, Genmais und andere Massenprodukte dürfen nicht auf unseren Tellern landen. Das sehen nicht nur die heimischen Landwirte so, sondern wohl auch der überwiegende Teil der ernährungsbewussten heimischen Konsumenten.

Unsere steirischen Agrarpolitiker arbeiten im Sinne der Landwirte hart dafür, dass diese Horrorvorstellung nicht Realität wird. „Wir haben ganz klare rote Linien definiert, von denen wir keinesfalls abweichen werden. TTIP bringt mit Sicherheit keine positiven Effekte für unsere Landwirtschaft, was verschiedenste Studien und Expertenmeinungen klar und deutlich belegen“, gibt Agrarlandesrat und Bauernbundobmann Hans Seitinger die Marschrichtung vor.

Ein klares NEIN zu TTIP

Rückendeckung erhielt Seitinger von rund 6.600 Bauern und Konsumenten der Obersteiermark, die von den Landwirtschaftskammerobleuten von Leoben, Liezen und Murtal übergeben wurden. Diese fordern, die Landwirtschaft aus TTIP herauszulösen und keinen Freihandelsvertrag TTIP für die Landwirtschaft abzuschließen. Abschließend meinte Seitinger: „Mit Sicherheit opfere ich meine Bauern nicht den amerikanischen Agrarindustrien und Lebensmittelkonzernen!“
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