08.11.2016, 08:33 Uhr

Tipps für Bewerbungsgespräche

Die erste Regel beim Bewerben: einfach von der besten Seite zeigen.

Besonders für eine Lehrstelle muss die Bewerbung aussagekräftig sein – will man ja drei Jahre und mehr im Betrieb eine Ausbildung machen. Den ersten Schritt kann ein Interessierter schon mit einem Schnuppertag oder Praktikum machen. Nach der späteren schriftlichen Bewerbung folgt in der Regel ein persönliches Gespräch mit den Lehrlingsausbildern. Der erste Eindruck zählt – lädt die Firma zur persönlichen Bewerbung, sind einige Dinge zu beachten.

Fesch gemacht
Nervosität ist keine Hürde – es wirkt sogar charmant, wenn ein junger Mensch nicht bei der Bewerbung sitzt, als gehöre ihm die Welt. Wichtig sind eine aufrechte Körperhaltung und Blickkontakt – wer gerne im Sessel fläzt, sollte sich konzentrieren und dieses vermeiden. Ein gepflegtes Auftreten ist das A und O: Adrette Kleidung, ohne anrüchige Aufdrucke, sollte selbstverständlich sein. Mit gekämmten Haaren und persönlicher Hygiene an sich punktet man auf alle Fälle.

Worauf achten die Betriebe bei Bewerbern?

Sabine Stachl, Admonter: Die Praxistage sind bei uns unumgänglich, um eine Lehrstelle zu bekommen. Aus den Eindrücken, die die Lehrlingsausbildner aus diesen erhalten, den Schulnoten, Benehmen, Auftreten und der internen Testung setzt sich eine Tauglichkeit zusammen. Wir bestehen auf ein Motivationsschreiben, Lebenslauf und ein Gespräch.

Rita Puffer, AHT: Wir legen sehr viel Wert auf die persönliche Bewerbung und schätzen es sehr, wenn die Eltern dabei sind. Das Zeugnis sollte gut sein – wir verlangen aber kein "Einserzeugnis". Dazu kommen höfliche Umgangsformen, gepflegtes Auftreten und ein positives Ergebnis beim hausinternen Lehrlings-Test.
Derzeit beschäftigen wir 36 Lehrlinge.

Daniel Winninger, GF: Schulnoten spielen zwar eine Rolle, werden aber immer schwieriger zu bewerten. In den technischen Fächern werden die Lehrlinge im Betrieb zusätzlich geschult. Schnuppertage sind bei uns sehr wichtig – wir führen auch einen dreiteiligen Aufnahmetest durch (Konzentration, Schulwissen, mechanische Fähigkeiten).

Gerhard Herzmaier, RHI: Jeder Bewerber bekommt die Möglichkeit, seine Noten im Bewerbungsgespräch zu interpretieren und seine positiven Fähigkeiten zu erläutern. Sehr wichtig sind: Technisches Verständnis, Auftreten, Teamgeist, Höflichkeit und soziale Kompetenz sowie der Aufnahmetest. Wir wollen uns ein möglich ungetrübtes Bild machen.

Mario Missethon, MACO: Bei uns sind die Zeugnisse, Aufnahmeprüfung und das Gespräch während der berufspraktischen Tage ausschlaggebend. Wir haben kein Bewerbungsgespräch im hergebrachten Sinne: Das Auftreten während des "Schnupperns" sagt uns mehr über den Bewerber. Grundvoraussetzung ist ein positiver Pflichtschulabschluss.
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