28.10.2016, 18:48 Uhr

Wein und Wiener Schnecken schmecken

Den Winzern Niederösterreichs, Wiens und des Burgenlandes auf der Spur zu sein ist spannend und hochinteressant. Den angehenden Jungsommeliers der Berufsbildenden Schulen Weyer, das sind die beiden dritten Klassen der Hotelfachschule und der Höheren Lehranstalt für Tourismus, samt ihren Begleitlehrern Hr.Eibenberger und Hr.Brunnthaler wurde dabei aber auch einiges abverlangt.
Am ersten Tag führte die Exkursion durch die Wachau und das Kremstal nach Langenlois zum Starwinzer Fred Loimer, dessen Weine nicht nur in Österreichs Spitzengastronomie zu finden sind. Als zweite Station wartete der Stammersdorfer Winzer Fritz Wieninger, auch er ist international äußerst erfolgreich und kam frisch aus dem Weingarten, um den Weyrer Gästen persönlich das Unterstoßen der Rotwein-Maische vorzuführen.
Den Abschluss bildete eine Verkostung bei Schneckenzüchter Mag. Andreas Gugumuck. Man staunte nicht schlecht, dass sich aus Weinbergschnecken ganze Menüs zusammenstellen lassen. Schnecke in Knoblauchbutter war ja bekannt, aber in weißer Schokolade als süße Nachspeise dann doch noch etwas völlig Neues.
Am folgenden Tag war das Weinbaugebiet Burgenland an der Reihe. Starwinzer Josef Umathum in Frauenkirchen begeisterte mit einem zweistündigen Vortrag über biodynamischen Weinbau samt Verkostung sein Publikum.
Etwas später besuchte man das Weingut des Süßweinherstellers Hans Tschida in Illmitz, der bereits zum fünften Mal in London zum „Sweetwinemaker of the year“ gekürt worden war.
Den Abschluss an diesem Tag bildete ein Besuch der Sektkellerei Szigethi. Originell war das Köpfen von Sektflaschen mittels Säbel und anschließender Verkostung.
Am Abend stand ein Besuch im Hauben-Restaurant „Niykospark“ in Neusiedl mit einem fünfgängigen Degustationsmenü am Programm.
Der interessante Abschluss einer dreitägigen Tour de Vin fand im Weingut Claus Preisinger in Gols statt. Hier ging es um den Ursprung des Weins und die Aufbereitung der modernen „Orange Wines“. Die Philosophie des Weinguts besteht auch darin, die Trauben mit den Schalen in Amphoren (großen Tonkrügen) vergären zu lassen. Diese Produkte finden Liebhaber rund um den Globus.

Durch diese außergewöhnliche und praxisorientierte Ausbildung sind die Absolventen der Tourismusschulen Weyer nicht nur in der gehobenen Gastronomie sehr gefragt, sondern auch mittlerweile im Verkauf und Marketing bei Topwinzern beschäftigt.
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