30.11.2016, 17:00 Uhr

Zum Welt-Aids-Tag: HIV-positiv ist nicht das Ende

(Foto: Aidshilfe)

Seit 1988 soll der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember auf die Immunschwächekrankheit AIDS und das HI-Virus aufmerksam machen.

Auf der ganzen Welt erinnern unterschiedliche Organisationen und Vereine an die Gefahr von AIDS und rufen zu Solidarität mit Erkrankten auf. Je länger man mit HIV lebt, ohne von der Ansteckung zu wissen, desto mehr Schaden kann das Virus anrichten.
Tests können bei jedem Allgemeinmediziner oder auch anonym bei der Steirischen Aidshilfe gemacht werden. Ist der HIV-Test "positiv", bedeutet das, dass HIV-Antikörper im Blut nachgewiesen werden konnten. HIV kann mit rund 30 Medikamenten behandelt werden. Die "antiretrovirale Therapie" (ART) hemmt die Vermehrung des Erregers und die Schwächung des Immunsystems (AIDS). Dank dieser Therapien kann die HIV-Infektion so kontrolliert werden, dass es nicht zur Entwicklung von AIDS kommt. Eine Infektion ist damit zu einer chronischen Krankheit wie zum Beispiel Diabetes, Asthma oder entzündliches Gelenkrheuma geworden – nicht heilbar, aber gut behandelbar.

Schutz vor HIV

Nur die Vorsicht schützt vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus. Das heißt: Sex nur mit Kondom. Achtsam sollte man auch bei Verletzten sein - blutende Wunden also nur mit Einweg-Handschuhen verarzten. Wer einem HIV-Infizierten die Hand schüttelt oder dieselbe Toilette benutzt, kann sich nicht anstecken. Durch einen Kuss oder Insektenstiche hat sich noch niemand angesteckt. In Schwimmbädern oder Saunen, bei Krankenhausaufenthalten oder medizi­nischen Behandlungen besteht unter normalen hygienischen Bedingungen kein Risiko.

HIV in Zahlen

Jährlich infizieren sich rund 2,1 Millionen Menschen, darunter etwa 240.000 Kinder, mit dem HI-Virus - weltweit, also auch in Österreich, sind die Zahlen der Neuinfektionen rückläufig.
Laut aktueller Zahlen der AIDS-Hilfe Österreich haben sich im Jahr 2015 249 Steirer mit dem Virus infiziert.

Ansteckung:

Das HI-Virus wird durch direkten Kontakt mit Blut, Sperma, Vaginalsekret und Muttermilch übertragen. Da direkt nach einer Ansteckung der Körper noch keine Abwehrstoffe gegen das Virus gebildet hat, ist die Virusmenge im Blut besonders hoch.

Informationen

Steirische Aidshilfe
Hans-Sachs-Gasse 3
8010 Graz

Tel.: 0316/81 50 50
Email: steirische@aids-hilfe.at
Web: www.aids-hilfe.at

Beratungszeiten:
Di, Mi, Do 16:30 bis 19:30 Uhr
Fr 17:00 bis 19:00 Uhr

Testzeiten:
Di, Mi, Do 16:30 bis 19:30 Uhr
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